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Manipulations-Verdacht bei Benzinern: Porsche zeigt sich selbst an

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Der Volkswagen-Konzern kommt beim Thema Abgas-Manipulationen nicht zur Ruhe. Erst letzte Woche wurden neue Verdächtigungen gegen Audi lauter. Nun macht auch Porsche erneut negative Schlagzeilen. Bei den Zuffenhausenern geht es nun ebenfalls auch um Benziner.

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Aus der laufenden Porsche-Produktion sollen keine Modelle von dem Verdacht betroffen sein.
Aus der laufenden Porsche-Produktion sollen keine Modelle von dem Verdacht betroffen sein.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Das Thema Abgas-Manipulation findet im Volkswagen-Konzern weiter kein Ende. Nachdem vergangene Woche Audi erneut in die Schlagzeilen geraten war, folgt nun die Konzernschwester Porsche. Der Sportwagenbauer geht einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge intern möglichen Manipulationen an Hard- und Software einiger Fahrzeugmodelle nach.

Laut Bericht soll es nach der offiziellen Zulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unzulässige Veränderungen an Abgasanlagen und Motorkomponenten von Benzinern gegeben haben. Porsche selbst habe den Verdacht gemeldet. Das KBA habe bestätigt, dass es unter anderem „Vor-Ort-Untersuchungen“ gebe.

Porsche teilte mit, man habe bei internen Prüfungen „Themen“ entdeckt und diese den Behörden in Deutschland und auch in den USA selbst gemeldet. „Diese Themen betreffen spezifische Hard- und Softwarebestandteile, die in Typisierungsmessungen verwendet wurden. Hierbei kann es in Einzelfällen auch zu Abweichungen von Serienständen gekommen sein“, hieß es in einer Stellungnahme. Sollte sich der Verdacht erhärten und Porsche Fahrzeuge nach der Abnahme durch die Behörden verändert haben, könnten die betroffenen Autos ihre Zulassung verlieren.

Entwicklungszeitraum: 2008 bis 2013

Betroffen seien nur Fahrzeuge, die der Hersteller zwischen 2008 bis 2013 entwickelt hat und keine aus der laufenden Produktion. „Porsche untersucht derzeit den Sachverhalt und ist in enger Abstimmung mit den Behörden“, hieß es.

Zuletzt hatte es bereits neue Verdächtigungen rund um Porsches Schwestermarke Audi gegeben. Ein vom Landgericht Offenburg beauftragtes Gutachten legt nahe, dass die Ingolstädter nicht nur in Diesel-Fahrzeugen, sondern auch in Benzinern eine unerlaubte Prüfstandserkennung eingesetzt haben könnten. Audi selbst will sich dazu bislang nicht näher äußern.

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