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Markötter wird erster deutscher LEVC-Händler

| Autor: Andreas Grimm

Die moderne Variante des „London Taxis“, verfügbar als Taxi und als Shuttle, ist ein Hingucker. Damit das Auto auch in Deutschland häufiger zu sehen ist, entsteht hierzulande ein Vertriebsnetz. Die damit verbundenen Vertriebschancen hat nun das Bielefelder Autohaus Markötter als erstes ergriffen.

Der TX, das frühere „London Taxi“, ist nun im deutschen Handel erhältlich. Erster Vertriebspartner für die Taxi- und Shuttle-Modelle ist die Markötter-Gruppe.
Der TX, das frühere „London Taxi“, ist nun im deutschen Handel erhältlich. Erster Vertriebspartner für die Taxi- und Shuttle-Modelle ist die Markötter-Gruppe.
(Bild: Ioki)

Die Markötter-Gruppe aus Bielefeld ist der erste Vertriebspartner in Deutschland für die London Electric Vehicle Company (LEVC), dem Hersteller der modernisierten London Taxis, die inzwischen TX Shuttles heißen. Der Mehrmarkenhändler (Volvo, Jaguar, Land Rover, Peugeot) ist bereits seit gut drei Monaten als einer von fünf Servicepartnern in Deutschland für die Briten aktiv und hat bereits ein Dutzend TX Shuttles vermittelt.

Für Geschäftsführer Ralf Markötter ist der Schritt zum LEVC-Partner mit nun offiziellem Vertriebsvertrag die logische Konsequenz aus der Marktentwicklung. Emissionsfrei fahrende Elektrofahrzeuge in Städten seien ebenso im Kommen wie Shuttledienste on demand. Die entsprechenden Zielgruppen könne der TX bedienen, der zudem noch ein „ikonisches, aber an moderne Anforderungen angepasstes Produkt ist“, sagte er im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Auch den im kommenden Jahr startenden Elektrotransporter VN 5 hält er für eine interessante Portfolio-Ergänzung.

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Die bisher von Markötter verkauften TX Shuttles gehen nach Münster, wo die Elektrotaxis für Beförderungsdienste „on demand“ eingesetzt werden. Dieser Bedarf wird weiter wachsen, ist sich Markötter sicher. Dazu kommt die zukünftige Vorgabe, dass der öffentliche Nahverkehr behindertengerecht sein muss – eine Forderung, die das TX Shuttle durch seine Bauart gut erfüllt: Rollstuhlfahrer können ohne Umheben einfach in den Fahrgastraum rollen und mitfahren.

Generell sieht Ralf Markötter „eine spannende Ergänzung unseres Portfolios, die das Potenzial hat, umweltbewusste Kunden zu inspirieren“. Interesse bekunden etwa Hotels, die den TX für Shuttle-Fahrten einsetzen wollen, aber auch Behindertenfahrdienste. Und auch für die klassischen Taxi-Unternehmen kommt das Produkt natürlich in Frage – erst recht in Corona-Zeiten, sitzt der Fahrer doch durch eine Glasscheibe getrennt von den Fahrgästen.

Der Autohauschef rechnet damit, dass sein erster offizieller Vorführwagen noch diese Woche im Volvo-Autohaus in Bielefeld eintrifft. Von dort aus wird zunächst ein spezialisierter Verkäufer die Anfragen bearbeiten. Die Markötter-Gruppe ist mit ihren fünf Standorten vor allem in der Region Ost-Westfalen Lippe aktiv. Für den Aftersales sind bereits zwei Mitarbeiter auf die LEVC-Technik geschult.

London Taxi TX: In Deutschland angekommen
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LEVC ist Teil des Geely-Konzerns und seit dem Jahr 2018 Hersteller der modernisierten und elektrifizierten Variante des London Taxis. Das Unternehmen will vom wachsenden Interesse an emissionsfreien Mobilitätsdiensten profitieren und wachsen und strickt dafür an einem europäischen Händlernetz – auch in Deutschland. Bis Ende 2021 will LEVC in 21 europäischen Ländern vertreten sein.

„Die Ernennung unseres ersten Vertriebs- und Servicepartners mit einem Komplettangebot in Deutschland ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung unserer Exportstrategie“, wird LEVC-Vorstandschef Jörg Hofmann in einer Pressemeldung zitiert. Sein Unternehmen suche aktiv nach neuen Partnern, „die uns bei der Umsetzung unseres Geschäftsplans unterstützen“. In Großbritannien sollen bis Jahresende 50 Handelspartner aktiviert sein. In Deutschland sind als Zielgröße für das Händlernetz 20 Standorte im Gespräch. Bislang wurden Käuferanfragen vor allem über die im vergangenen Jahr gegründete LEVC-Vertriebsniederlassung für Mitteleuropa in Frankfurt am Main abgewickelt.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«