Maserati: Neue Standorte in Mannheim und Essen

Autor: Jens Rehberg

Im Zuge der Levante-Einführung treibt der Luxus-Importeur den Netzausbau in Deutschland voran. Zwei Autohandelsgruppen im Westen und im Süden haben jetzt in den Dreizack investiert.

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Lueg Sportivo ist jetzt mit Maserati in Essen aktiv.
Lueg Sportivo ist jetzt mit Maserati in Essen aktiv.
(Foto: Udo Geisler)

Die Autohandelsgruppen Lueg und Geisser haben für Maserati zwei Vollfunktionsbetriebe aufgemacht. Für die Geisser-Gruppe war es die Maserati-Premiere. Lueg betreibt neben dem neuen Essener Schauraum bereits einen Standort für Maserati und Ferrari bei Düsseldorf.

In Mannheim hat die Geisser-Gruppe direkt gegenüber ihres Volvo-Autohauses einen ehemaligen VW-Servicebetrieb angemietet. Laut Geschäftsführer André Bieder hat das Unternehmen dort rund 400.000 Euro in den Umbau, die CI-gerechte Ausstattung sowie die Werkstatt investiert. In Sachen Produkt ergänzten vor allem der Viertürer Ghibli und das auf der Limousine basierende neue SUV Levante das bisherige Modellportfolio der Gruppe – Volvo, Jaguar und Land Rover – sehr gut.

Die Geisser-Gruppe hat Maserati ebenfalls in ihr Markenportfolio aufgenommen.
Die Geisser-Gruppe hat Maserati ebenfalls in ihr Markenportfolio aufgenommen.
(Foto: Geisser-Gruppe)

Bieder bestätigte zudem im Gespräch mit »kfz-betrieb« die Einschätzung von Maserati, mit den beiden genannten Modellen nicht zuletzt im Flottenbereich punkten zu können. Laut dem Geschäftsführer zählt Geisser in der Rhein-Neckar-Metropole fast alle großen Unternehmen zu seinem Kundenstamm und verfügt damit über den für den Importeur so wichtigen Zugang zu dem entsprechenden Marktsegment.

Zwischen 50 und 80 Neuwagen will André Bieder im ersten vollen Verkaufsjahr für Maserati vermarkten. Mittelfristiges Ziel sind 100 Einheiten. Derzeit kümmern sich vier Mitarbeiter am Standort ausschließlich um die Marke mit dem Dreizack – ein zusätzlicher Techniker soll demnächst noch hinzukommen. Der neu gestaltete Showroom in der Ladenburger Straße 51-53 ist 250 Quadratmeter groß. Der Service-Bereich und das Lager bieten weitere knapp 600 Quadratmeter Fläche.

Offizielle Eröffnung in Mannheim (von links): Thomas Heinz (Maserati-Vertrieb), Geisser-Geschäftsführer André Bieder und Patrick Dinger (Maserati-Händlernetzentwicklung) – zum Vergrößern bitte klicken.
Offizielle Eröffnung in Mannheim (von links): Thomas Heinz (Maserati-Vertrieb), Geisser-Geschäftsführer André Bieder und Patrick Dinger (Maserati-Händlernetzentwicklung) – zum Vergrößern bitte klicken.
(Foto: Geisser-Gruppe)

Eröffnung mit Fernsehkoch

Bereits in der vorletzten Woche eröffnete die Lueg-Gruppe in Essen ihre zweite Maserati-Filiale. Der Standort in der Hans-Böckler-Straße wird von Lueg Sportivo betrieben – der Vertriebsgesellschaft, die die Luxusimport-Sparte der Gruppe abdeckt – und befindet sich auf dem Gelände der unabhängigen Lueg-Service-Tochter Knoblauch. Der angebaute Edel-Schauraum ist 450 Quadratmeter groß, dazu kommt ein 400 Quadratmeter großer Service-Bereich.

Lueg-Sportivo-Geschäftsführer Frank Burbach startet an dem Standort mit fünf Mitarbeitern. Für das erste volle Verkaufsjahr hat er sich ein Neuwagen-Volumen von 50 bis 60 Einheiten als Ziel gesetzt. An seinem Hauptstandort in Meerbusch vermarktet Lueg Sportivo jährlich zwischen 80 und 100 neue Maseratis sowie circa 50 Ferrari-Modelle. Dort beschäftigt das Unternehmen 16 Mitarbeiter.

Im Rahmen eines Eröffnungsevents in Essen konnten die 150 geladenen Gäste unter anderem den in Genf vorgestellten Levante in Augenschein nehmen. Kulinarisch wurde die Veranstaltung von dem aus dem ZDF bekannten Koch Nelson Müller begleitet.

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Die deutschen Maserati-Partner konnten das Ghibli-Volumen des Importeurs nicht zuletzt durch ein attraktives Leasing-Programm im ersten Quartal 2016 von 166 Einheiten im Vorjahreszeitraum auf 251 Einheiten in diesem Jahr hochschrauben. Hinzu kamen 80 Granturismo- und Quattroporte-Modelle (Q1 2015: 68). Allerdings sind seit Mitte letzten Jahres auch einige neue Vertriebspartner hinzugekommen.

„Wir erwarten, dass unser neuer SUV Levante künftig etwa die Hälfte unseres weltweiten Volumens ausmachen wird, also müssen wir uns beständig vergrößern, nicht zuletzt in den europäischen Metropolregionen wie London, Mailand, Paris, Hamburg und München", sagte Maserati-Europa-Chef Giulio Pastore zuletzt im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Inklusive der beiden neuen Autohäuser hat das deutsche Maserati-Vertriebsnetz nun 27 Standorte – hinzu kommen drei Partner, die ausschließlich Service anbieten. Ursprünglich wollte der Importeur sein Händlernetz bereits Ende letzten Jahres auf 30 Standorte ausgebaut haben.

Die Lueg-Gruppe mit Hauptsitz in Bochum vertritt in Nordrhein-Westfalen und Sachsen an 32 Standorten 7 Fabrikate (Mercedes, Smart, Opel, Fuso, Volvo, Ferrari und Maserati). Über 1.200 Mitarbeiter erwirtschafteten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 731 Millionen Euro. Die Gruppe vermarktet pro Jahr aktuell über 23.000 Fahrzeuge.

Die Geisser-Gruppe ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe, das 1990 gegründet wurde. Circa 130 Mitarbeiter vermarkten an sieben Standorten jährlich rund 4.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Seit 2001 unterhält das Unternehmen eine Niederlassung in Mannheim.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«