Mazda MX-30: Kleine Reichweite, große Klappe

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Design-Volltreffer

Einen Volltreffer hat Mazda vor allem mit dem Design des MX-30 gelandet: Der Stromer im Kodo-Design lehnt sich war optisch leicht an den CX-30 an, hat aber einen ganz eigenständigen Auftritt. Vor allem die Linienführung wurde bei diesem Modell extrem reduziert – mit einem überzeugenden Ergebnis. Das zweifelsfrei auffälligste Merkmal ist das so genannte „Freestyle-Türkonzept“.

Die Türen öffnen sich, wie früher bei Mazdas Sportcoupé RX-8, gegenläufig. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass der Wegfall der B-Säule das Raumgefühl verbessert und den Einstieg für die Fondpassagiere erleichtert. Unpraktisch ist jedoch, dass man immer erst die Vordertür öffnen muss, ehe man die hintere Tür aufmachen kann. Mal kurz einen Mitreisenden aussteigen lassen, geht im MX-30 also nicht.

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Ein kleiner Wermutstropfen sind auch die Schießscharten-Seitenfenster im Fond. Der Sitzkomfort auf der durchgängigen Rücksitzbank ist in Ordnung, die Beinfreiheit erstaunlich groß, wenngleich man die Beine stark anwinkeln muss. Reicht der Platz auf der Rückbank nicht aus, können die Fondpassagiere den Fahrersitz mittels eines Schalters an dessen Rückenlehne elektrisch nach vorne verschieben. Eine Funktion, die aus Sicherheitsgründen für den Beifahrersitz sinnvoller gewesen wäre.

Ungewöhnliche Materialien im Innenraum

Einen rundum positiven Eindruck hinterlassen hat das Innenraumdesign des MX-30. Wie bei den anderen neuen Mazda-Modellen ist die Linienführung des Cockpits stark in die Breite gezogen, was in Kombination aus wertig anmutenden Materialien und einer guten Haptik für ein edles Ambiente sorgt. Ein ganz neues Designelement ist die schwebende Mittelkonsole. Erfrischend ist, dass sich Mazda im Innenraum für eine nachhaltige Materialauswahl entschieden hat. Statt auf Leder setzt der Hersteller auf Kunstleder in Kombination mit Stoffen mit zum Teil recycelten Fasern. In der Mittelkonsole des Stromers kommt das natürliche Material Kork zum Einsatz.

Mit der ersten Kundenresonanz zeigt sich Mazda zufrieden: Schon im Vorverkauf, der im Juni gestartet war, wurden gut 1.000 Kaufaufträge generiert. Dabei handelt es sich laut Mazda sowohl um Mazda-Loyalisten als auch um kaufkräftige neue Kunden, die das Design- und das Batteriekonzept schätzen. Das bis zum Jahresende 2020 geplante Verkaufsvolumen hat der Leverkusener Importeur mittlerweile von 2.500 auf 3.000 Einheiten erhöht. „Wir haben eine sehr gute Verfügbarkeit, und die bestellten Fahrzeuge können auch noch in diesem Jahr ausgeliefert werden“, versichert Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan.

Einführungsdatum steht noch nicht fest

Schon jetzt ist klar, dass Mazda das MX-30-Modellangebot ausweiten wird. Neben dem reinen Stromer soll es künftig noch ein Modell mit einem Range-Extender geben, um auch die Kunden anzusprechen, die von der elektrischen Ladeinfrastruktur unabhängiger sein wollen.

Mazda hat sich dabei einmal mehr für einen außergewöhnlichen Reichweitenverlängerer entschieden: einen Kreiskolbenmotor. Allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, bis diese Ausführung in die Schauräume der deutschen Mazda-Partner rollen wird. Ein genaues Einführungsdatum steht noch nicht fest. Vermutlich wird die Version im Jahr 2022 kommen.

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