MBUX: Revolution für das Mercedes-Cockpit

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Intuitive 3-D-Darstellung

Nahezu völlig nach persönlichen Vorlieben soll sich auch das volldigitale Kombi-Instrument konfigurieren lassen. Im Fullscreen-Modus wird die gesamte Fläche des Kombi-Instruments für die Darstellung von Assistenz, Reise oder Navigation genutzt. Durch MBUX kann der Benutzer Fahrzeugfunktionen intuitiv bedienen: 3D-Darstellungen des Autos auf dem Bildschirm lassen sich in Echtzeit drehen und heranzoomen. Die Einstellungen werden per Fingertipp auf das 3-D-Automodell geändert. Das Scrollen durch Menüs entfällt. Die Wirkung der geänderten Einstellungen wird unmittelbar visualisiert. Das System wird durch einen leistungsfähigen Nvidia Grafik-Chip angetrieben, der bisher nur in Spielkonsolen zum Einsatz kam.

Bei der Sprachbedienung möchte Daimler auch neue Standards setzen: Statt bestimmte feststehende Befehle zu nutzen, gehorche die Linguatronic der MBUX auf fast jedes Wort, erkenne und begreife nahezu alle Sätze aus den Infotainment-Bereichen und der Fahrzeugbedienung. Schlüssel dafür ist das natürliche Sprachverstehen. Beispielsweise wird „Scheint die Sonne morgen in Miami?“ jetzt ebenso verstanden wie „Brauche ich morgen eine Sonnenbrille in Miami?“ Aktiviert wird die intelligente Sprachassistenz entweder per Taste am Lenkrad oder mit dem Kommando „Hey Mercedes“. Auch indirekte Sprache wird erkannt, wenn der Nutzer zur Steuerung der Klimatisierung etwa sagt „Mir ist kalt“ statt des eindeutigen Befehls „Temperatur auf 24 Grad“.

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Die Sprachbedienung ist laut Daimler lernfähig. Zum einen stellt sie sich auf den Benutzer und seine Stimme ein und versteht auch Nicht-Muttersprachler besser; zum anderen lernen die Software-Modelle auf dem Server mit der Zeit neue Modewörter oder einen geänderten Sprachgebrauch. Das System antwortet zudem nicht mehr stereotyp, sondern variiert ebenfalls bei der Dialogausgabe.

Lernender Assistent

Durch eine Vorhersage-Funktion antizipiert MBUX, was der Nutzer als nächstes gerne hätte. Wenn das Navigationssystem beispielsweise eine öfter befahrene Route erkennt, wird schon im Hintergrund die Navigation zu diesem Ziel gestartet. Das System bietet dann beispielsweise das Fitnessstudio auf dem Navi-Bildschirm an und der Fahrer braucht dieses nur noch zu bestätigen, und schon stehen ihm alle Informationen zur Strecke – etwa Stauwarnungen – zur Verfügung. Durch diesen gezielten Einsatz künstlicher Intelligenz entwickelt sich das Auto zu einem persönlichen Assistenten des Fahrers.

Auch das Thema Augmented Reality komme bei der Kartendarstellung des Navigationssystems zum Einsatz. Ein mit Hilfe der Frontkamera aufgenommenes Videobild der Umgebung wird dabei um Navigationsinformationen angereichert. Zum Beispiel werden Hinweispfeile oder Hausnummern automatisch direkt ins Bild auf dem Touchscreen eingeblendet. Das soll dem Fahrer zum Beispiel die Suche nach einer bestimmten Hausnummer oder das Finden der richtigen Seitenstraße zum Abbiegen erleichtern.

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