Trotz starkem Endspurt Mercedes-Benz verkauft 2022 weniger Autos

Von dpa/ys 2 min Lesedauer

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Die Stuttgarter verzeichnen einen Absatzrückgang für das vergangene Jahr. Engpässe in der Logistik und regionale Corona-Maßnahmen seien nur zwei der Ursachen für den Schwund. Auf dem Heimatmarkt und in den oberen Segmenten konnte der Hersteller aber zulegen.

Im Schlussquartal nahmen die Auslieferungen des Konzerns um 17 Prozent zu. (Bild:  Mercedes-Benz)
Im Schlussquartal nahmen die Auslieferungen des Konzerns um 17 Prozent zu.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz hat im vergangenen Jahr etwas weniger Autos an Kunden ausgeliefert. Wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte, wurden rund 2,044 Millionen Autos verkauft – nach 2,055 Millionen im Vorjahr.

Das Jahr sei herausfordernd gewesen und von regionalen Corona-Maßnahmen sowie Engpässen in der Logistik und bei den Halbleitern geprägt gewesen. Als Grund für die Rückgänge führte Mercedes zudem die Entscheidung an, den Export von Pkw und Transportern nach Russland einzustellen.

In Europa und Asien gab es ein Plus von einem Prozent. Allein in Deutschland verkauften die Stuttgarter 229.500 Fahrzeuge – auf dem Heimatmarkt erzielte der Hersteller damit ein Plus von 8 Prozent. Auf dem chinesischen Markt, der mehr als ein Drittel der Verkäufe ausmacht, nahmen die Auslieferungen um ein Prozent ab. Der Konzern nannte die Corona-Maßnahmen als Grund.

Zuletzt Anstieg der Verkäufe in Deutschland und China

Im Schlussquartal des vergangenen Jahres konnte sich Mercedes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Die Auslieferungen nahmen um 17 Prozent auf 540.800 Autos zu. Besonders stark stiegen die Verkäufe in Deutschland mit einem Plus von 23 Prozent. Auch in China legten die Stuttgarter um 13 Prozent zu.

Bei den E-Autos konnte Mercedes seine Verkäufe im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln. Die Auslieferungen der batterieelektrischen Fahrzeuge – ohne den Smart – wuchsen von 52.500 auf rund 118.000.

Obere Segmente legen zu

In den Zahlen spiegelt sich teils die Luxus- bzw. Premium-Strategie des Herstellers wider. Mercedes Maybach etwa kam im Gesamtjahr 2022 auf 21.600 Einheiten, 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Treiber dieses Wachstums seien unter anderem die Märkte Japan, Südkorea, der Mittlere Osten und vor allem China gewesen. Die Auslieferungen der S-Klasse nahmen auf über 90.000 Einheiten zu, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich „Core Luxury“, zu dem C- und E-Klasse gehören, stieg der Absatz um 4 Prozent auf 1.101.800 Einheiten. Bei den „Entry Luxury“-Fahrzeugen schrumpfte die Zahl der Auslieferungen hingegen um 10 Prozent auf 587.700. Hier führt Mercedes die Lieferketten- und Logistikengpässe als Auslöser für den Rückgang an.

Wachstum bei den Vans

Ein Wachstum gab es bei den Mercedes-Benz Vans. 411.000 Einheiten weltweit bedeuten ein Plus von 4 Prozent. Der Anteil der E-Vans lag bei rund 3,6 Prozent (14.700 Einheiten, +15%). Im vierten Quartal kletterte der Absatz global um 14 Prozent auf 121.500 Vans.

In Deutschland lieferte Mercedes-Benz 113.200 Vans im Gesamtjahr aus (+15%). Auch hierzulande gab es im viertel Quartal einen deutschlichen Schub: 40.800 Einheiten entsprechen einem Plus von 45 Prozent.

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