Rüstung Pentagon bittet US-Autohersteller um Hilfe bei der Waffenproduktion

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

Angesichts schwindender Munitionsbestände durch die Kriege in der Ukraine und im Iran wendet sich die US-Regierung an die heimische Industrie. Laut „Wall Street Journal“ auch an General Motors und Ford.

Die US-Regierung möchte zivilie Kapazitäten seiner Industrie für die Waffenproduktion nutzen. Auch die Autohersteller Ford und GM sollen sich beteiligen, berichtet das Wall Street Journal.(Bild:  GM Defense)
Die US-Regierung möchte zivilie Kapazitäten seiner Industrie für die Waffenproduktion nutzen. Auch die Autohersteller Ford und GM sollen sich beteiligen, berichtet das Wall Street Journal.
(Bild: GM Defense)

Die Trump-Regierung drängt amerikanische Hersteller dazu, eine größere Rolle in der Waffenproduktion zu übernehmen. Wie das „Wall Street Journal (WSJ)“ berichtet, haben hochrangige Verteidigungsbeamte bereits Vorgespräche mit den Top-Managern mehrerer Großkonzerne geführt. Daran beteiligt waren laut Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind, unter anderem GM-Chefin Mary Barra sowie Ford-CEO Jim Farley. Neben den Autobauern seien auch Unternehmen wie GE Aerospace und der Fahrzeug- und Maschinenbauer Oshkosh involviert.

Das Ziel des Pentagons ist es dem WJS-Bericht zufolge, Personal und Fabrikkapazitäten dieser Unternehmen zu mobilisieren, um die Produktion von Munition, Raketen und Anti-Drohnen-Technik rasch hochzufahren. Der Hintergrund seien die massiven Belastungen der US-Munitionsvorräte durch die anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Iran.

Pentagon mit Rekordbudget

GM Defense produziert militärische Fahrzeuge wie das „Infantry Squad Vehicle–Utility“.(Bild:  GM Defense)
GM Defense produziert militärische Fahrzeuge wie das „Infantry Squad Vehicle–Utility“.
(Bild: GM Defense)

Gegenüber der Zeitung erklärte ein Pentagon-Sprecher, das Verteidigungsministerium sei bestrebt, die industrielle Basis rasch zu erweitern, indem man alle verfügbaren kommerziellen Lösungen nutze. Laut dem WJS sind diese Gespräche Teil der Bemühungen der Regierung, die militärische Produktion auf einen von Verteidigungsminister Pete Hegseth geforderten „Kriegsfuß“ (wartime footing) zu stellen. Die Dringlichkeit spiegele sich auch in den Finanzen wider: Das Pentagon habe kürzlich ein historisches Rekordbudget von 1,5 Billionen US-Dollar beantragt, das massive Investitionen in die Munitions- und Drohnenherstellung vorsehe.

Die Gespräche befinden sich laut den Informationen der Zeitung noch in einem frühen Stadium. Die Beamten des Pentagons hätten die Führungskräfte der Industrie unter anderem gebeten aufzuzeigen, welche Hürden – etwa bei den Vergabeverfahren oder Vertragsanforderungen – der Übernahme zusätzlicher Verteidigungsaufträge derzeit noch im Weg stehen.

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