MGS baut auf siebenfache Kompetenz

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Im Großraum Bayreuth bietet die MGS-Gruppe alles rund ums Auto. Im Service orientiert man sich immer an den höchsten Standards und kommt damit auf Platz neun des Service Awards.

Hier wird kein Geld mit Nobelfassaden verschwendet; preisbewusste Kunden fühlen sich hier bestens aufgehoben.
Hier wird kein Geld mit Nobelfassaden verschwendet; preisbewusste Kunden fühlen sich hier bestens aufgehoben.
(Foto: Holz)

Wenn man keinen Platz mehr hat, muss man eben wachsen. Was wie ein Widerspruch klingt, ist das Erfolgsrezept des Servicezentrums Bayreuth der Motor Gruppe Sticht. Organisches Wachstum war ständiges Kennzeichen der MGS. Der Händler deckt mit elf Standorten und zwanzig angeschlossenen Agenturen im Ford-Bereich den geografischen Wirtschaftsraum Hochfranken ab. „Mit unseren Marken haben wir dort auch eine Alleinstellung, denn nur so kann man Firmen wirtschaftlich betreiben“, erläutert Geschäftsführer Oliver Zaus.

Neuwagen der Marken Ford, Mazda, Jaguar, Land Rover, Volvo, Seat, Nissan, Fiat, Jeep und Skoda werden in den Showrooms und dem dreistöckigen Zentralgebäude angeboten. Jede Marke wird mit separater Planung der wirtschaftlichen Ziele als Firma in der Firma geführt, erklärt Oliver Zaus. „Denn nur wenn man eine Marke authentisch lebt, kann man erfolgreich sein“, verdeutlicht er seine Ansicht.

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Zur besseren Auslastung des Standorts an der Bayreuther Straße nahm MGS noch die Marken Fiat, Alfa und Jeep dazu. Um die räumliche Kapazität in der Werkstatt zu schaffen, lagerte MGS den Lackierbereich in ein separates Lackzentrum aus, das es in Kooperation mit zwei weiteren ortsansässigen Autohäusern anderer Marken betreibt. Der gewonnene Platz wurde in Arbeitsbereiche für die neuen Marken umgebaut.

Die Mitarbeiter sind markenspezifisch aufgeteilt. Jedes Team handelt nach individuellen Zielvorgaben und besteht jeweils aus Teamleiter/Serviceberater, Serviceassistenz, Lagerist, Servicetechniker, Mechaniker und Verkaufsberater.

Eine Marke – ein Team

So kann jeder Kunde sicher sein, immer den Markenspezialisten am Fahrzeug zu haben – denn niemand kann alles. „Natürlich werden in Stoßzeiten auch Überhangarbeiten an andere Teams mit geringerer Auslastung abgegeben, die Kompetenzarbeiten verbleiben aber auf jeden Fall im Markenteam“, betont Serviceleiter Wolfgang Rump. Die geplante Grundauslastung der Gesamtwerkstatt liege bei 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent sind die Reserve für Erweiterungen und Sofortservice. Das Ziel ist, „was am Tag aufschlägt, auch abzuarbeiten“, verdeutlicht Wolfgang Rump. Wenn der geplante Puffer nicht mehr reicht, steuern die Serviceberater bei der Teamarbeitszeit nach.

Ganz nah am Puls der Zeit liegt MGS in der Ausrichtung des Serviceangebots. So bietet MGS selbstverständlich die marktüblichen Standards für den Kunden. „Wir haben aus allen Kundenbefragungschecklisten die jeweils höchsten Standards der einzelnen Marken zu unserer hauseigenen Umgangsbasis mit den Kunden geformt. So wird der Fordkunde genauso gut wie der Jaguarkunde bedient“, hebt Oliver Zaus hervor. Die Serviceberater teilen sich die vier Direktannahmebühnen, die Serviceberatung für die Premiummarken findet jedoch in einem abgeteilten Bereich statt.

Der Fokus im Service liegt bei MGS aber nicht auf einer Wohlfühlatmosphäre mit Wartebereichen im derzeit angesagten Lounge-Stil, sondern auf den ausgefeilten MGS-Mehrwertpaketen. Hier lacht der Kundengeldbeutel. Der Preisvorteil für den Kunden wird klar herausgestellt, die zahlreichen, finanziell attraktiven Servicepakete tragen zur Kundenbindung und Kundendatengewinnung bei. Beispielhaft sei hier die „Flüssigkeiten-Flatrate“ angeführt: Lässt der Kunde seinen Scheibenfrostschutz füllen, zahlt er nichts. Auf einem internen Auftrag werden aber immer alle aktuellen Fahrzeugdaten erfasst. Diese werden für an das Fahrprofil des Kunden angepasste Mailings genutzt.

Festpreisinspektion

Besonderes Highlight ist die „MGS5+“-Inspektion: 149 Euro ohne Wenn und Aber für alle Pkw älter als fünf Jahre, mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Öl – dieses Argument sticht. Auch der Kompetenzgewinn beim Kunden ist ungemein groß, wenn jeder Servicemitarbeiter sofort einen verbindlichen Preis nennen kann. Um die Preiswahrnehmung des Kunden auch abends an der Kasse zu bestätigen, wendet das Autohaus einen schlauen Kunstgriff an. Jegliche Erweiterung oder nötige Zusatzarbeiten werden über einen zweiten Auftrag abgerechnet. So bleibt im Kopf des Kunden der günstige Preis bestehen.

Als Profitbringer im Service sieht Wolfgang Rump das Reifengeschäft neben dem offensiv betriebenen Autoglasgeschäft. Zurzeit sind fast 950 Reifensätze eingelagert, ein Erweiterungsgebäude für weitere 120 Sätze ist im Bau. Ziel ist der Verkauf der hauseigenen Mobilitätscard. So wird der Kunde langfristig an MGS gebunden. Rump will die Räder aber auch im Haus haben, um das Reifengeschäft zu forcieren. „Ich habe hier eine Reifenersatzquote von weit über 95 Prozent. Wenn der Reifen blank oder beschädigt ist, kauft ihn der Kunde hier auch“, betont er. Da die Kunden auch eher zum Premiumprodukt greifen würden, generiert das Autohaus hier sehr gute Umsätze. Auch das Glasgeschäft geht MGS offensiv an. So wird bei jedem Auto verbindlich ein Windschutzscheibencheck durchgeführt. Die Abwicklung mit den Versicherungen übernimmt das Autohaus selbst. So umgeht MGS das Problem mit der Schadensteuerung durch die Versicherungen. Die Scheibenaustauschquote von 3,3 Prozent aller Durchläufe ist bayernweit ein Top-Wert.

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