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Mini: Kleines Auto, großes Jubiläum

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Auf ein erfülltes Jahrhundert blickt das Automobilwerk in Oxford zurück. Es produzierte einst den berühmten „Mini“ und baut noch heute den populären Namens-Nachfolger.

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100 Jahre Automobilwerk Oxford.
100 Jahre Automobilwerk Oxford.
(Foto: BMW)

Ein Jubiläum der etwas anderen Art hat BMW jetzt mit seiner Marke Mini gefeiert. Denn: Nicht ein einzelnes Modell – eine ganze Fabrik begeht ihr rundes Bestehen: 100 Jahre Mini-Werk Oxford. Eine Jubiläumsausstellung im neuen Besucherzentrum des Werks haben dazu der britische Verkehrsminister Patrick McLoughlin und BMW-Vorstand Harald Krüger Ende März eröffnet. Exakt an dem Tag, an dem vor 100 Jahren das erste Automobil das Werk verließ, ein „Bullnose“ Morris Oxford – nur wenige Meter von der heutigen Produktionsstätte entfernt.

Über 11,65 Millionen Automobile 14 verschiedener Marken hat das Oxforder Werk bis heute produziert. Rund 500.000 Menschen fanden hier im Laufe der Zeit einen Arbeitsplatz – zu Spitzenzeiten, am Beginn der sechziger Jahre, waren 28.000 Mitarbeiter tätig. Heute stehen 3.700 Angestellte in Lohn und Brot, die jeden Tag bis zu 900 Minis fertigen – bislang mehr als 2,25 Millionen aller Generationen. Glückwünsche zum runden Geburtstag kamen auch vom englischen Premierminister David Cameron: Er sprach von einem „großen Beitrag“, den das Oxford-Werk für die britische Wirtschaft geleistet habe.

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Den Stein ins Rollen brachte einst Werksgründer William Morris, später Lord Nuffield. Er galt als einer der angesehensten Wohltäter des Landes und war eine Art Bill Gates seiner Zeit. Er ließ in dem Werk zu Beginn unter anderem Beatmungsgeräte, Tiger-Moth-Fluggeräte, Ambulanzwagen und Fallschirme fertigen. Hauptgeschäft war und blieb aber der Automobilbau mit Marken und Modellen wie Classic Mini, Morris Minor, Morris Marina und Austin Maestro.

Um automobile Aktivität ging es auch bei der den Feierlichkeiten vorangegangenen Mini-Europa-Tour. Ziel der vom 13. bis zum 27. März veranstalteten Rundreise über den alten Kontinent war die alte und neue Mini-Heimat Oxford. Allerdings erinnerten die Verantwortlichen mit der Tour primär an die grenzüberschreitende Produktionsweise des berühmten Wägelchens. Bis in die neunziger Jahre montierten mehrere Standorte Bausätze des Classic Mini und seiner Derivate in Form von CKD-Bausätzen (Completely Knocked Down). Die Stationen dabei waren Novo Mesto in Slowenien, das italienische Mailand, der einstige Produktionsstandort auf Malta, die portugiesische Stadt Vendas Novas, das spanische Pamplona sowie Seneffe in Belgien, Amersfoort in Holland und die irische Hauptstadt Dublin.

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