Mit Uber-Konkurrent sägt BMW am eigenen Ast

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Wie wirkt sich die Einführung autonomer Fahrzeuge auf beide Geschäftsmodelle aus?

Die beiden Modelle gleichen sich an. Durch den Einsatz selbstfahrender Autos konkurrieren die Ridesharing-Anbieter mit dem Carsharing-Dienstleistern. Mit Robotertaxis bricht das Geschäftsmodell von Uber zusammen.

Trotz neuer Angebote wird der Vertrieb von Fahrzeugen auch weiterhin ein wichtiges Geschäftsmodell für die Hersteller sein. Welche Rolle spielen künftig noch Autohäuser und Werkstätten?

An Kfz-Betrieben führt kein Weg vorbei. Servicenetze sind unabdingbar. Dies gilt für die Instandsetzung nach Unfällen und für die regelmäßige Wartung. Der Service muss aber mit der Zeit gehen und moderner werden.

Unfälle wird es durch Assistenzsysteme künftig immer weniger geben, und die Wartung wird mit der Einführung von Elektrofahrzeugen weiter deutlich zurückgehen.

Der Servicebedarf ändert sich. Autos brauchen ein regelmäßiges Update, Fahrzeuge erhalten vorübergehend ein Upgrading, Outfitting ist eine weitere Möglichkeit. Zudem gibt es Verschleißteile wie Batterien. Wer den Wandel nicht mitgeht, verschwindet. Es kann dann zu einer deutlichen Ausdünnung kommen.

Und beim Handel?

Durch die Digitalisierung der Schnittstelle zum Kunden rücken die Hersteller so nah an diesen heran, dass sie quasi Hautkontakt haben. Wenn die Lauschfunktion nicht ausgeschaltet ist, erhalten sie in jeder Sekunde eine Unmenge an Daten über ihre Kunden. Bereits heute sind es so viele, dass die Hersteller von den Daten überwältigt sind.

Sind die Händler überflüssig?

Keinesfalls, es wird sich ein hybrides Vertriebsmodell etablieren. Der Kunde kann an jedem Punkt des Kaufprozesses zwischen virtuellem und physischem Kontaktpunkt wählen. Physischer Retail, virtueller Retail und Service – alle drei Aspekte müssen künftig komplett durchgängig werden.

Wenn die Hersteller künftig direkt mit dem Kunden kommunizieren und die entsprechenden Daten besitzen, verlieren die Händler ihre wichtigste Währung.

Stellt sich ein Händler geschickt auf, kann er mit den vorhandenen Daten wesentlich besser mit dem Kunden arbeiten als ein Hersteller. Entscheidend sind Individualisierung und passgenaue Angebote, verbunden mit persönlichem Kontakt und vertrauensvoller Kundenbeziehung. Händler können von den neuen Systemen massiv profitieren.

(ID:43932632)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung