Merkt der Fahrer überhaupt etwas von der modernen Technik? Tut er! Der überarbeitete, neue 350er hängt spürbar besser am Gas und dreht besonders ab 4.800 Touren williger als der keinesfalls müde Vorgänger, der auch weiterhin die anderen Modellreihen befeuert. Mit den 215 kW/ 292 PS ist man im knapp 1,8 Tonnen schweren Hecktriebler souverän unterwegs.
Zwischen 3.000 und 5.100 Touren steht das maximale Drehmoment von 365 Nm zur Verfügung. 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sind etwas bessere Werte als bisher. Damit der Unterschied zum bisher 306 PS starken CLS 500 nicht allzu mickrig ausfällt, hat man dem großen Bruder die neue S-Klassen-Technik auf den Weg gegeben. Die Bezeichnung bleibt gleich, doch der CLS 500 hat nun 5,5 Liter Hubraum und 388 PS unter der schneidigen Haube.
Höherer Verbrauch bei realen Verhältnissen
Bei den ersten Testfahrten im CLS 350 CGI konnte man die gesteigerte Agilität des Motors auch bei hohen Drehzahlen spüren; der gezügelte Durst war so einfach jedoch nicht auszumachen. Bei sportlicher Fahrweise gab es keinen Unterschied. Mit einem Verbrauch von unter zehn Litern auf 100 Kilometer muss man nicht kalkulieren, real sind elf bis zwölf Liter.
Bei niedrigen Drehzahlen könnte die Quadratur des Kreises zumindest anteilig gelingen. Hier scheint der CLS der neuesten Generation etwas sparsamer zu sein. Das hat er mit anderen Benzindirekteinspritzern gemeinsam. Besonders im Teillastbetrieb lässt sich etwas sparen. Der neue Mercedes CLS 350 CGI soll auch bei einem Autobahntempo von 120 km/h noch im mageren Schichtmodus zu bewegen sein.
Mit dem neuen CLS 350 CGI zeigt Mercedes, was aus Sicht der Stuttgarter technisch für einen Benziner derzeit möglich ist. Zu einem großen Wurf fehlt bei einem Benzindirekteinspritzer jedoch wohl ein Turbolader. Der fährt im unteren Drehzahlbereich besonders sparsam und bei hohen Drehzahlen mit Turbo- oder Kompressortechnik besonders kraftvoll. Das ist der nächste Schritt.
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