Greenpeace Nächste Attacke auf Volkswagens Elektro-Strategie

Autor: Christoph Seyerlein

Im Dezember hatte Greenpeace Volkswagen unterstellt, den Verkauf des ID 3 selbst zu blockieren. Nun bezichtigt die Umweltorganisation den Autobauer, seine CO2-Bilanz über Elektro-Eigenzulassungen zu schönen. Was ist an den Vorwürfen dran?

In Europa entfielen im vergangenen Jahr 24 Prozent aller neu zugelassenen VW ID3-Modelle auf den Hersteller oder die Händler. Greenpeace nahm das als Anlass für Kritik an Volkswagen.
In Europa entfielen im vergangenen Jahr 24 Prozent aller neu zugelassenen VW ID3-Modelle auf den Hersteller oder die Händler. Greenpeace nahm das als Anlass für Kritik an Volkswagen.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagens Elektro-Strategie scheint Greenpeace ziemlich umzutreiben. Mitte Dezember hatte die Umweltorganisation dem Hersteller vorgeworfen, er und seine Händler würden das Elektroauto ID 3 mit Absicht ausbremsen und weniger verkaufen, als möglich wäre. Nun schoss Greenpeace erneut gegen die Wolfsburger. Der Tenor diesmal: Volkswagen schöne mit Elektro-Eigenzulassungen seine CO2-Bilanz.

Dabei beruft sich die Organisation auf Dataforce-Zahlen. Diese zeigen, dass im vergangenen Jahr mehr als jedes fünfte (20,5 %) neu zugelassene Elektroauto des Volkswagen-Konzerns in Europa auf die eigene Organisation (Hersteller und Händler) entfiel. Bei den Plug-in-Hybriden waren es 21,7 Prozent. Bei nicht elektrifizierten Pkw griff Volkswagen dagegen nur in 15,6 Prozent der Fälle zu solchen Mitteln. Andere Hersteller hatten der Auswertung zufolge lediglich 14,3 Prozent ihrer reinen E-Autos und 18,7 Prozent ihrer Plug-in-Hybride auf diesem Weg in den Markt gepresst.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«