Kritik von Greenpeace Bremst VW den ID 3 mit Absicht aus?

Autor: Christoph Seyerlein

Komplett beeindruckende Zahlen liefert der VW ID 3 in Deutschland bislang nicht. Greenpeace macht dafür nach eigenen Recherchen inklusive einer Mystery-Shopping-Aktion den Hersteller und den Handel verantwortlich. An mancher Stelle verwirrt die Veröffentlichung der Umwelt-Organisation allerdings.

In Deutschland kommt der VW ID 3 bislang auf 7.349 Neuzulassungen.
In Deutschland kommt der VW ID 3 bislang auf 7.349 Neuzulassungen.
(Bild: Volkswagen)

Als großes Elektroversprechen im September gestartet, kommt der VW ID 3 bislang nur halbwegs ins Rollen. In Deutschland wurden im November beispielsweise mit dem Renault Zoe (4.287 Einheiten) und dem Hyundai Kona (2.471) zwei andere Elektroautos häufiger zugelassen als der Volkswagen (2.439). Insgesamt bringt es der ID 3 hierzulande auf bislang 7.349 Neuzulassungen. Davon sind allerdings über 3.000 Eigenzulassungen von Hersteller und Handel. Immerhin: In Europa war das Modell im Oktober der meistzugelassene Stromer.

Dass die ID3-Zahlen nicht durch die Decke gehen, haben nun die Umweltschützer von Greenpeace als Anlass für eine Recherche hergenommen. Ihr Fazit nach Gesprächen mit VW-Händlern und -Verkäufern sowie einer Mystery-Shopping-Aktion in 50 Autohäusern: Volkswagen ist gar nicht daran interessiert, das E-Auto häufiger zu verkaufen. Den „schwachen Start“, wie es Greenpeace nennt, mit mangelnder Nachfrage zu erklären, springe zu kurz. „Denn VW selbst tut wenig, um den Absatz der E-Autos zu fördern. Man könnte auch sagen: Der Autobauer bremst ihn sogar“, schreibt Greenpeace-Autor Benjamin Gehrs.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«