Neue Heimat für das Kfz-Gewerbe Hessen

Zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft

| Autor: Christoph Baeuchle

Rund drei Millionen Euro investierte das Kfz-Gewerbe Hessen in sein neues Verbandshaus.
Rund drei Millionen Euro investierte das Kfz-Gewerbe Hessen in sein neues Verbandshaus. (Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Zentraler geht nicht: Das Kfz-Gewerbe Hessen hat sein neues Verbandshaus in Wiesbaden eingeweiht. In Rufweite zum hessischen Wirtschafts- und zum Verkehrsministerium hat der Landesverband seine neue Heimat gefunden. Bezogen hat das Kfz-Gewerbe sie bereits zum Jahresanfang, nun hat der Landesverband offiziell Einweihung gefeiert.

„Wir haben über 1.000 Quadratmeter Zukunft geschaffen“, sagte Landesverbandspräsident Jürgen Karpinski im Rahmen der Einweihungsfeier vor rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. „Wir liegen hier also goldrichtig mit unserer Investition.“ Rund drei Millionen Euro investierte der Verband in den Neubau.

Die Fläche teilt sich in mehr als 700 Quadratmeter Bürofläche und eine gut 300 Quadratmeter große Tiefgarage mit zehn Stellplätzen. Reichen die Parkmöglichkeiten nicht aus, stehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite rund 1.000 Parkplätze im Lilien-Carré am Hauptbahnhof zur Verfügung.

Verschiedene Kommunikationsflächen direkt vor den überwiegend transparent gestalteten Büroräumen sollen für eine intensive Zusammenarbeit sorgen. Die Bürofläche nutzt das Kfz-Gewerbe nicht allein: Etwa die Hälfte soll vermietet werden. Ein Teil ist bereits bezogen, für etwa die Hälfte sucht der Verband noch einen Mieter.

„Das Energiekonzept ist innovativ und zugleich recht einfach“, erläuterte Joachim Kuhn, Geschäftsführer des Kfz-Gewerbes Hessen. Durch den Fernwärmeanschluss sei das Gebäude lokal emissionsfrei. Die Energie werde mittels Kraftwärmekopplung und einem erheblichen Anteil an Biomassennutzung bereitgestellt. Zugleich sorgt ein hoher Wärmedämmstandard des Gebäudes für den effizienten Einsatz der abgenommenen Energie. Hinzu kommt eine Photovoltaikanlage, die so verschaltet, dass möglichst wenig des selbst produzierten Stroms eingespeist werden muss.

Nach 14 Monaten stand das Haus

Die Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes lobte auch Staatssekretär Jens Deutschendorf vom hessischen Verkehrsministerium. Als direkter Nachbar freue er sich auf einen intensiven Austausch. Anlass werden die Umwälzungen der Branche genügend bieten. „Es gilt, die Mobilität sicherzustellen“, betonte Deutschendorf. Das sei ein Grundbedürfnis der Menschen.

Für Wiesbaden hat Oberbürgermeister Sven Gerich die Mobilität zunächst sichergestellt, indem er Fahrverbote in der Landeshauptstadt verhinderte. Nun will die Stadt alle wichtigen Verkehrsknotenpunkte digitalisieren, um so den Verkehrsfluss zu optimieren.

Der Startschuss für das Haus des Hessischen Kfz-Gewerbes liegt weit zurück: Ende November 2013 stimmten die Mitglieder für ein neues Verbandshaus. Am Ende ging alles recht schnell: Nach 14 Monaten Bauzeit stand das Haus des Hessischen Kfz-Gewerbes.

In seiner Ansprache blickte Karpinski auf die 72-jährige Geschichte des Landesverbandes zurück. „Einmal Wiesbaden – immer Wiesbaden“ hieß das Motto des Verbandes. Nach verschiedenen Stationen ist er nun in den eigenen neuen Räumlichkeiten angekommen. Für den Verband sei es weit mehr als ein Gebäude, so Karpinski: „Es wurde eine wichtige Schnittstelle zwischen unserer Branche und der Politik und Wirtschaft hier neu manifestiert.“

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