Neuzulassungen Nachlassende Dynamik im europäischen Markt

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Neuwagenmarkt hat europaweit im Februar erneut zugelegt. Doch die Zuwachsraten schrumpfen – und die Eckdaten stimmen pessimistisch. Fürs Gesamtjahr ist die Prognose mau – gleichzeitig nehmen die Rabatte an Fahrt auf.

Die Zahl der Neuzulassungen wächst im Monatsvergleich, doch die Dynamik lässt nach.(Bild:  Grimm – VCG)
Die Zahl der Neuzulassungen wächst im Monatsvergleich, doch die Dynamik lässt nach.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Automarkt in Europa hat im Februar erneut zugelegt. Im zweiten Monat des Jahres stiegen die Neuzulassungen im Jahresvergleich um 10,2 Prozent auf 995.059 Pkw, teilte der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mit. Erfasst werden die Länder der EU, der Efta und Großbritanniens.

Unter den fünf größten Märkten legte Großbritannien mit 14 Prozent am kräftigsten zu, gefolgt von Frankreich mit 13 Prozent. Dahinter folgen Italien (12,8 %) und Spanien mit knapp zehn Prozent Anstieg (9,9 %). Deutschland lag mit einem Plus von 5,4 Prozent deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Im Januar hatte es in der EU für die Neuwagen-Anmeldungen ein Plus von gut 12 Prozent gegeben. Nach zwei Monaten liegt der Neuwagenmarkt bei 2,01 Millionen Einheiten und damit 10,9 Prozent im Plus.

Für Constantin Gall, Leiter Mobility bei EY für Westeuropa, ist die Entwicklung trotz des wiederholten Aufwärtstrends wenig stabil. Die Wachstumsdynamik in Europa lasse weiter nach. Es werde sich zudem „in den kommenden Monaten weiter verlangsamen“, ist er überzeugt. Die schwache Konjunkturentwicklung und geopolitische Spannungen würden die Kaufzurückhaltung bei Privatleuten wie bei Unternehmen weiter fördern.

Zudem hätten erhebliche Kaufkraftverluste in den vergangenen Jahren den Neuwagenkauf für viele Menschen unerschwinglich gemacht. Unterm Strich werde der Neuwagenmarkt in diesem Jahr voraussichtlich nur leicht wachsen – trotz teils erheblicher Rabatte, die die Kunden zurück in die Autohäuser locken sollen. „Die Preise purzeln wieder“, beobachtet Gall. „Um Überkapazitäten zu vermeiden, sind die Hersteller wieder bereit, teils erhebliche Preisnachlässe zu gewähren – gerade im Elektrosegment.“

Der Marktanteil batterieelektrischer Autos (BEV) blieb im Februar mit 13,2 Prozent nur stabil gegenüber dem Vorjahreswert. Deutlich gestiegen ist der Anteil der Hybride von 25,6 auf 28,9 Prozent. Im Rückwärtsgang ist weiterhin der Diesel, der von 13,9 auf 12,0 Prozent verloren hat.

Der Volkswagen-Konzern blieb im abgelaufenen Monat insgesamt und mit der Kernmarke VW Pkw-Marktführer in Europa – mit einem Absatzanteil von 25,7 Prozent. Der Konzern verzeichnete dabei ein Anmeldeplus von 8,7 Prozent. Stellantis als Nummer zwei kam auf einen Neuzulassungsanstieg von 11,2 Prozent und einen Marktanteil von 18,7 Prozent. Die Renault-Gruppe auf Platz drei stellt 9,7 Prozent der Verkäufe. BMW erzielte einen Anstieg von gut drei Prozent. Neuzulassungen von Mercedes-Benz gingen um vier Prozent zurück.

(ID:49971348)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung