Neuzulassungen 2018: Die Gewinner und Verlierer

Privatanteil an Neuzulassungen steigt

| Autor: Christoph Seyerlein

(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Mit 3,44 Millionen Einheiten waren die Neuzulassungszahlen im Jahr 2018 in Deutschland im Vergleich zu 2017 leicht rückläufig (-0,2 %). Gerade zum Ende des Jahres verlor der Markt an Schwung. Laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) entfielen 63,6 Prozent der Neuzulassungen auf den gewerblichen Bereich (-1,3 %), für 36,4 Prozent (+2 %) waren Privatkunden verantwortlich.

Beim Blick auf die Marken (mit mehr als 0,5 Prozent Marktanteil) fällt auf, dass drei Importeure das Podium für die Fabrikate mit den stärksten Zuwachsraten 2018 unter sich ausmachten. Größter Gewinner war Jeep (+27,9 %), gefolgt von Mitsubishi (+17,1 %) und Dacia (+14,5 %). Auch insgesamt war 2018 für Importeure ein gutes Jahr in Deutschland. Dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) zufolge legten seine Mitgliedsunternehmen um 1,4 Prozent auf 1.331.498 Neuzulassungen zu. Der Marktanteil stieg von 38,2 Prozent im Jahr 2017 auf 38,8 Prozent.

Nur eitel Sonnenschein herrschte aber auch bei den Importeuren nicht. Denn auch die zwei größten Verlierer waren mit Nissan (-26 %) und Land Rover (-23,3 %) internationale Hersteller. Von den deutschen Marken konnte Smart 2018 mit 11,8 Prozent am stärksten dazugewinnen. Der größte Verlierer war Audi (-9,9 %) und auch für Opel lief es eher mau (-6,5 %). Mercedes verlor um 2,2 Prozent, Porsche um 2,0 Prozent, wohingegen BMW (+1,2 %) und VW (+1,5 %) leicht zulegen konnten.

In absoluten Zahlen dominierte wie gewohnt VW den Markt, 643.518 Neuzulassungen bedeuteten 2018 einen Marktanteil von 18,7 Prozent für die Wolfsburger. Dahinter folgten Mercedes (319.163, 9,3 % Marktanteil) und BMW (265.051, 7,7 %). Die Top 5 beim Marktanteil komplettieren Audi (7,4 %) und Ford (7,3 %).

Diesel büßt 6,5 Prozentpunkte ein

Von den verschiedenen Antriebsarten bewegten sich 2018 Benziner an der Spitze allein auf weiter Flur. Mit 62,4 Prozent war ihr Marktanteil deutlich größer als noch 2017 (57,7 %). Zurückzuführen ist das vor allem auf die anhaltende Dieselkrise. Der Selbstzünder-Anteil fiel auf 32,3 Prozent (2017: 38,8 %). Reine Elektroautos brachten es 2018 auf einen Marktanteil von 1,0 Prozent (36.062 Neuzulassungen, +43,9 %), Hybride machten 3,8 Prozent vom Gesamtmarkt aus (130.258, +53,8 %). Auch Gasfahrzeuge waren gefragter als noch 2017, gerade mit Erdgas betriebene Autos legten stark zu (10.804, +190,2 %).

Mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente Kompaktklasse (22 %), SUVs (18,3 %), Kleinwagen (14,5 %) und Mittelklasse (10,9 %). Die SUVs verzeichneten mit 20,8 Prozent den deutlichsten Zuwachs in der Jahresbilanz, gefolgt von den Wohnmobilen (+15,5 %) und der Oberklasse (+12,4 %).

Sie wollen mehr wissen? In unserer Neuzulassungsdatenbank können Sie sich die Zahlen und Daten aller Fabrikate nach Marktsegmenten gegliedert für einzelne Monate anzeigen lassen. Zudem finden Sie dort die Statistiken des KBA für die einzelnen Modellreihen als PDF zum Download.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45670814 / Neuwagen)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen