Nikola Motor Company zeigt E-Lkw-Prototypen

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Im Frühjahr hat das Start-up Nikola Motor Company mit Plänen für einen spektakulären Elektro-Lkw für Aussehen gesorgt. Den ehrgeizigen Ankündigungen folgt nun ein erster Prototyp, der allerdings eine stark modifizierte Technik bietet.

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Der Prototyp des Nikola One verfügt über nicht mehr ganz so imposante Werte wie ursprünglich angekündigt.
Der Prototyp des Nikola One verfügt über nicht mehr ganz so imposante Werte wie ursprünglich angekündigt.
(Bild: Nikola Motor Company)

Im Mai 2016 sorgte das US-Start-up Nikola Motor Company mit der Präsentation eines elektrisch betriebenen Super-Trucks namens One für Schlagzeilen. Damals existierte die Zugmaschine allerdings nur virtuell. Jetzt haben die Amerikaner nachgelegt und einen ersten Prototypen enthüllt. Der sehenswerte Laster hat allerdings eine deutlich modifiziertere Technik als zunächst angekündigt.

In seiner ursprünglich angedachten Version konnte der One mit schier unglaublichen Zahlen imponieren. Die ersten Pläne sahen vor, dass der Stromer von sechs Motoren mit insgesamt über 2.000 PS und 5.000 Newtonmeter Leistung angetrieben wird. Eine Batterie sollte im Zusammenspiel mit einer Strom erzeugenden Gasturbine Reichweiten von 2.000 Kilometer ermöglichen.

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Die neuen Pläne klingen zwar nicht mehr ganz so imposant, aber immer noch sehr ambitioniert. Nunmehr soll der One über einen 1.000 PS und 2.700 Newtonmeter starken Elektroantrieb verfügen, der Strom in erster Linie aus einer Brennstoffzelle bezieht. Außerdem hat die Zugmaschine eine mächtige 320-kW/h-Batterie als Puffer an Bord. Mit voller Batterie und vollen Wasserstofftanks soll der Laster demnach 1.900 Kilometer weit kommen.

Nikola-Firmenchef Trevor Milton bezeichnet den One als Game-Changer, der die Logistikbranche revolutionieren soll. Glaubt man seinen Aussagen, herrscht bereits reges Interesse an dem emissionsfreien Laster der Zukunft. Demnach sollen Bestellungen im Wert von fast drei Milliarden US-Dollar vorliegen. Geld, das die Firma für die Umsetzung ihrer ehrgeizigen Pläne wohl auch dringend braucht. 2017 will man mit dem Bau einer völlig neuen Fabrik loslegen, 2020 sollen die ersten Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden. Zudem will Nikola ein Netz von Wasserstofftankstellen in den USA und Kanada aufbauen. Die ersten von insgesamt 364 Stationen sollen bereits 2018 entstehen.

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