Wer mit größerer Familie elektrisch in den Urlaub fahren will, hat wenig Chancen. Das Angebot ist gering – und die Reichweite noch seltener für Fernreisen komfortabel. Immerhin: Ein paar neue Modelle kommen hinzu.
Ob Laderaum oder viele Passagiere: Große E-Autos sind noch eher selten. Einige Exemplare gibt es aber.
(Bild: www.weigl.biz)
Platz für mehr als fünf Personen ist schon in konventionell angetriebenen Pkw selten. Da wundert es nicht, dass die Auswahl unter E-Modellen auch nicht berauschend ist. Ein paar SUVs, Hochdachkombis und Vans eignen sich aber auch für die elektrische Fahrt zu siebt. Fünf Beispiele aus verschiedenen Preis- und Reichweitenklassen.
Der gut fünf Meter lange Crossover ist mit seiner kantig-futuristischen Karosserie von außen ein Hingucker und innen eine Turnhalle. So viel Platz für Kind und Kegel gibt es sonst höchstens noch im Kleinbus. Selbst die beiden Sitze in Reihe drei sind für Erwachsene reisetauglich und einigermaßen elegant zu entern. Dazu kommen durchdachte Belüftung, ausreichend Ladeanschlüsse für das Handy und ein guter Ausblick nach draußen. Gleiches gilt für die zweite Reihe, die als Dreier-Sitzbank oder mit zwei Einzelsitzen zu haben ist. Nachteil des großzügigen Raumkonzepts: In deutschen Innenstädten wirkt der über zwei Meter breite Koreaner etwas zu wuchtig.
Den Antrieb übernehmen wahlweise ein oder zwei E-Motoren mit zusammen bis zu 283 kW/385 PS, die von einer 99,8 kWh großen Batterie mit Strom für mindestens 505 Kilometer Fahrt gespeist werden. Dank 800-Volt-Technik läuft das Aufladen extrem schnell (210 kW). Der stolze Startpreis von 72.500 Euro relativiert sich beim Blick auf die direkten Konkurrenten von Tesla und Mercedes. Vor allem, wenn man die siebenjährige Garantie berücksichtigt.
Mercedes EQS – Standesgemäß teuer
Das größte Elektroauto der Schwaben ist kein GLS mit Batterie, sondern steht auf der einer speziellen E-Mobilitäts-Plattform. So kann das 5,13 Meter lange Luxus-SUV auch die Platzvorteile der neuen Antriebstechnologie heben. Das Raumangebot ist ähnlich gut wie beim Kia, das Ambiente aber markengemäß noch ein paar Nummern edler, wobei offenbar auch Mercedes in seinem Prestigemodell bei der Kunststoffauswahl auf die Kosten schauen musste.
Kunden haben auch in diesem Fall die Wahl zwischen Sitzbank und Einzelsitzen in Reihe zwei, jeweils vielfältig elektrisch verstellbar. Protzen kann der EQS mit Reichweiten deutlich oberhalb der 600-Kilometer-Grenze sowie Heck- und Allradantrieben bis 400 kW/544 PS. Obwohl das Batteriesystem nur auf 400 Volt läuft, lädt die 108,4 kWh große Batterie relativ schnell (200 kW) auf. Bei Preisen ab 109.300 Euro sollte das auch so sein.
Peugeot E-Rifter – Immerhin bezahlbar
Der Hochdachkombi hat sich nach dem Aussterben des Vans als vielleicht das klassischste Familienauto etabliert: Gutes Platzangebot, praktische Schiebetüren und vergleichsweise zivile Preise. Letzteres gilt mit den E-Auto-typischen Einschränkungen auch für Peugeots Schwestermodelle Opel Combo und Citroen Berlingo. Ab rund 40.200 Euro gibt es die Langversion mit sechs oder sieben Sitzen und 50 kWh großer Batterie. Die Reichweite ist mit 320 Kilometern eher was für den Stadt- und Mittelstreckenverkehr. Für Langstrecken sind das Schnellladetempo (100 kW) und die Höchstgeschwindigkeit (136 km/h) etwas zu mau. Dafür gibt es ein umfangreiches Programm an Assistenzsystemen und Komfort-Technik, das vor wenigen Jahren in dieser Klasse noch selten war.
Opel Zafira Life – Für die Großfamilie
Das müssen selbst die großen SUV einpacken: Bis zu neun Passagiere finden in dem elektrischen Kleinbus Platz, gegen Aufpreis ist eine luftige Variante mit sechs Einzelsitzen zu haben. Variabel ist das Gestühl in jedem Falle: die dritte Reihe lässt sich zur Not sogar herausnehmen. Wer gleichzeitig viele Menschen und viel Gepäck transportieren will, wählt an Stelle der knapp fünf Meter langen Normalversion die XL-Ausführung mit 5,30 Metern Länge und vergrößertem Laderaum. Die Höhe bleibt immer unter der für Parkhäuser wichtigen Zwei-Meter-Grenze.
Den Antrieb übernimmt jeweils ein 100 kW/136 PS starker E-Motor, der wahlweise mit einer 50 oder 75 kWh großen Batterie kombiniert wird. Für den Familieneinsatz dürfte die größere die bessere Wahl sein, die im besten Fall 322 Kilometer Reichweite bietet. Mit einem Startpreis von 69.250 Euro (kleine Batterie: 63.250 Euro) ist der Opel etwas teurer als seine baugleichen Konzerngeschwister Citroen Spacetourer und Peugeot Traveller, gleicht das mit guter Ausstattung aber wieder aus.
VW ID Buzz – Mit langem Radstand gut
Fast zwei Jahr nach dem kurzen Elektro-Bulli startet in Kürze die Variante mit langem Radstand. Auf knapp fünf Metern Gesamtlänge hat dann auch eine dritte Sitzreihe für zwei weitere Insassen Platz. Das XL-Modell setzt wie sein kleiner Bruder auf Retro-Niedlichkeit im Stil des Ur-Bulli T1. Das optionale elektrische Panoramadach will außerdem Erinnerungen an den legendären Samba-Bus der 50er-Jahre wecken.
Anders als die Stellantis-Busse ist der VW-Buzz kein aufgewertetes Nutzfahrzeug, sondern basiert auf der gleichen Plattform wie die kleineren ID-Modelle. Von ihnen übernimmt er auch das teils ablenkende und umständliche Bediensystem. Von den konventionellen Transportern der Marke kommen das selbstbewusste Grundpreisniveau und die teure Aufpreispolitik. Das 105 kW/204 PS starke Basismodell mit 77 kWh-Batterie dürfte bereits rund 70.000 Euro kosten. Die Reichweite liegt bei rund 400 Kilometer.
Stand: 08.12.2025
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