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Nutzfahrzeugbatterien: Nachladen verlängert die Lebensdauer

Autor: Ottmar Holz

Das Frühjahr ist eine gute Zeit für einen Batteriecheck in Kombination mit einer externen Ausgleichsladung. Worauf es dabei genau ankommt, sagt der Starterbatteriespezialist Banner Batterien.

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Auch büffelstarke Lkw-Batterien sind im Winter für gute Pflege dankbar.
Auch büffelstarke Lkw-Batterien sind im Winter für gute Pflege dankbar.
(Bild: Banner Batterien)

Die Lkw-Batterie wird vor allem im Lieferverkehr im Vergleich zur Autobatterie grundsätzlich wesentlich häufiger entladen. Grund dafür sind häufige Stopps nach Kurzstrecken und häufige starke Stromentnahme durch Ladebrücken. Gerade vor diesem Hintergrund gilt es daher darauf zu achten, die Batterien mindestens zweimal im Jahr extern aufzuladen. „Häufige Kurzstreckenfahrten im Verteilerverkehr, unregelmäßige Fahrprofile in Kombination mit Stop-and-go-Verkehr, tägliche Kaltstarts bei gewöhnlich eisigen Temperaturen im Winter, elektrische Zusatzverbraucher im Fernlaster, wie Sitz- und Standheizung – all das senkt peu à peu den Energielevel der Batterie“, bringt es Günter Helmchen, Geschäftsführer der Banner Batterien Deutschland GmbH, auf den Punkt.

Spätestens mit dem Reifenwechsel im Frühjahr sollte der Batterie daher auch eine externe Nachladung zukommen, empfiehlt der Geschäftsführer. Erfolgt dies nicht, kann die Ruhespannung beispielsweise bei einem 24-Volt-Bordnetz von normalen 25,4 Volt auf 24,6 Volt oder sogar darunter fallen – mit negativen Folgen.

Ausfälle vermeiden

Für ein langes Batterieleben gilt es laut Banner Batterien, die nachfolgenden Punkte immer im Auge zu behalten:

  • Kontrollieren Sie vor dem Laden den Elektrolytstand. Falls erforderlich, sollte die Batterie mit entsalztem oder destilliertem Wasser bis zur Säurestandsmarke oder 15 Millimeter über die Plattenoberkante aufgefüllt werden. Die Verschraubungen der Batterie müssen während der Ladung nicht geöffnet bleiben; am besten ist es, diese wieder zu schließen. Achtung: AGM-Batterien dürfen nicht geöffnet werden. Eine Säuredichtemessung oder ein Nachfüllen von destilliertem Wasser ist nicht nötig.
  • Inaktive Batterien entladen sich. Dabei lagert sich Bleisulfat an den Bleiplatten ab und behindert den Stromfluss. Die Batteriekapazität und die Kaltstartleistung sinken. Ladegeräte wie der Banner Accucharger 10A/24V oder der Accucharger PRO 25A halten die Batterie aktiv und verhindern Sulfatierung.
  • Ein Temperaturrückgang von beispielsweise plus 20 auf minus 18 Grad Celsius verringert die Batteriekapazität in Ah um rund die Hälfte. Daher sollte der Batterieladezustand regelmäßig beachtet werden. Vor allem mit Zusatzverbrauchern muss der Benutzer überlegt umgehen, wenn das Fahrzeug nicht im Betrieb ist.
  • Sobald elektrische Verbraucher nicht benötigt werden, sollten diese abgeschaltet werden. So wird bei abgeschaltetem Motor ausschließlich Batteriestrom für Kühlschrank, Tablets, Computer oder Audiosysteme verbraucht.
  • Bei abgestelltem Motor sollte immer der passende Fahrzeugmodus genutzt werden, falls das Fahrzeug eine entsprechende Trennschaltung besitzt. Werden die Funktionen des Fahrerhauses nicht verwendet, sollte der Parkmodus aktiviert werden; werden diese genutzt, dann heißt es so lange in den Wohnmodus zu wechseln, wie sie gebraucht werden, und danach in den Parkmodus zu wechseln. Im Zubehörmodus stehen weitere Fahrerhausfunktionen zur Verfügung. Aber Achtung, auch hier gilt, diesen Modus nur für begrenzte Zeit zu nutzen, damit die Batterieenergie nicht vollständig verbraucht wird.

Banner Batterien vertreibt auch die passenden Geräte für professionellen Batterieservice.
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(Bild: Banner Batterien)

Serienschaltung beachten

Mit Blick auf Serienschaltungen in 24-Volt-Bordnetzen, bei denen zwei Batterien mit je 12 Volt in Serie geschaltet werden, weist Banner Batterien darauf hin, dass beide Batterien dieselbe Typenbezeichnung haben müssen, ungefähr gleich alt sein und den gleichen Ladezustand aufweisen sollten. Außerdem müssen die Verbindungsleitungen ausreichend dimensioniert sein und so kurz wie möglich gehalten werden.

Des Weiteren gilt es, immer beide Batterien zu tauschen oder zumindest auch die noch gute Batterie auszubauen, voll aufzuladen und gemeinsam mit der neuen Batterie wieder einzubauen. Das hat gute Gründe, erklärt Günter Helmchen: „Bei der Serienschaltung kann es durch unterschiedliche Innenwiderstände der einzelnen Batterien zu einer dementsprechenden Aufteilung der Spannung und somit zu einer unsymmetrischen Belastung während der Lade- und Entladephase kommen.“ Sollte dies aufgrund unterschiedlicher Temperaturen an den Batterien oder 12-Volt-Teillasten tatsächlich unvermeidbar sein, rät der Geschäftsführer zum Einsatz eines Charging Equalizer, der die Ladespannung gleichmäßig auf die Batterien verteilt.

Außerdem ist bei der Ladespannung im Fahrzeug immer zu beachten, dass auch ein Check der Einzelspannung jeder Batterie erfolgt. Zur periodischen Kontrolle der Ruhespannung empfiehlt Banner Batterien das handliche Messgerät Banner-Batterietester BBT-DBA 12V. Weitere Tipps rund um die Batterie gibt es im „technischen Ratgeber“.

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 Ottmar Holz

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Redakteur Service und Technik