Software-Entwicklung durch Daimler Trucks
Diese Beispiele machen deutlich, welche Rolle die Software künftig für die Nutzfahrzeugindustrie spielen wird. Die OEMs stehen vor der Entscheidung, ob sie auch weiterhin reine Hersteller von Hardware auf vier Rädern sein oder neue Geschäftsfelder mithilfe von Software entwickeln wollen. Die Beratungsprofis von Deloitte gehen von einer Vervielfachung des Umsatzes mit Software im Lkw-Markt auf rund acht Milliarden Euro in den kommenden Jahren aus. Daimler hat das Potenzial längst erkannt. Seit 2003 befasst sich das 100-prozentige Tochterunternehmen Daimler Fleetboard GmbH mit digitaler Nutzfahrzeugtelematik. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit über 220 Mitarbeitern in Berlin einen Innovation Hub gegründet. Dort entwickeln junge Leute in Start-up-Umgebung neue Software für die Logistikbranche. So zum Beispiel die Meta-Suchmaschine „Nxtload“, die Onlineplattformen scannt, auf denen Spediteure kurzfristig Güter für ihre Fahrzeuge entlang ihrer Routen hinzubuchen können.
Die IT-Spezialisten des Konzerns haben unter anderem das Vernetzungsmodul „Truck Data Center“ entwickelt, das Mercedes-Benz seit März dieses Jahres als digitales Gehirn in jeden schweren Lkw einbaut. Es überprüft kontinuierlich den Status der Fahrzeugsysteme und empfängt und sendet Daten in Echtzeit, die Sensoren, Kameras etc. generieren. Ein integriertes Diagnosesystem wertet sie aus, sodass die Kunden (z. B. Speditionen) kritische Zustände am Fahrzeug frühzeitig erkennen können. Darüber hinaus gibt es etliche weitere Apps.
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