Paradigmenwechsel im Opel-Vertrieb

Von Jens Rehberg Autor Name

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Der Opel-Händlerverband hat seine Mitglieder in Frankfurt zusammengerufen, um über Details der neuen Vertriebsstrategie zu informieren. Obwohl Rüsselsheim nicht mehr Stückzahlen um jeden Preis machen will, gibt der Hersteller ambitionierte Ziele vor.

(Foto:  Autohaus Peter)
(Foto: Autohaus Peter)

Obwohl Opel seine Händler künftig weniger für Volumen als vielmehr für den Verkauf renditeträchtigerer Produkte entlohnen will, setzt der Hersteller seinen Partnern erneut sehr sportliche Verkaufsziele. Zudem dreht er an einigen Stellen unangenehm an der Kostenschraube. Wie dies im Detail aussehen soll, erläuterte der Verband Deutscher Opel-Händler (VDOH) seinen Mitgliedern am Donnerstag im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt.

Wie aus Verbandskreisen zu vernehmen war, hatte Opel im Rahmen seiner Regionaltagungen zuvor das heikle Thema Kostensteigerungen offenbar nur oberflächlich gestreift. Deutlich teurer wird es für die Opel-Partner vor allem in folgenden Bereichen:

  • Marketing
  • Training
  • Technische Informationen & Teilekatalog
  • Steuergeräte-Updates

Bislang waren die Marketingleistungen aus Rüsselsheim wie diverse Online-Services, Marketing-Materialien oder zentral aufgelaufene Leads für Partner kostenfrei. Künftig wird hierfür – wie bei vielen anderen Fabrikaten bereits üblich – eine Marketingpauschale fällig. Sie liegt für die Opel-Händler bei 50 Euro pro verkauftem Fahrzeug.

Neu ist auch, dass den Opel-Händlern für jedes Steuergeräte-Update künftig 30 Euro berechnet wird.

Zwar werden auch zentrale Trainingsmaßnahmen teurer, jedoch konnte der VDOH für die Händler erreichen, dass die Anzahl der Schulungstage unter anderem für Verkaufsberater im kommenden Jahr um 50 Prozent gekürzt wird.

Eine weitere Kompensation handelte der Verband im administrativen Bereich heraus: So soll es im kommenden Jahr keine Standardaudits bei den Händlern geben.

Außerdem konnten die Händlervertreter die zusätzlichen Belastungen durch die Marketingpauschale dadurch abmildern, dass die Partner ab einer bestimmten Opt-in-Quote in Bezug auf den Hersteller 15 Euro weniger pro verkauftem Fahrzeug bezahlen müssen. Zudem wurden zahlreiche Leistungsverbesserungen erreicht. Und die Händler haben künftig beim Erstellen ihrer Werbekampagnen auf allen Kanälen deutlich größere Freiheitsgrade in Bezug auf die Gestaltung. So können die Partner künftig auch wieder stärker den Charakter ihrer Eigenmarke über ihre Werbemaßnahmen transportieren.

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