Paradigmenwechsel im Opel-Vertrieb

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Auch auf einem anderen Feld wurde offenbar auf den Hersteller eingewirkt, eine Verbesserung für die Vertriebspartner herbeizuführen. So seien viele Händler zuletzt durch die ausgesprochen preisaggressive Vermarktung größerer „Junge-Opel“-Kontingente durch einzelne kleine Vertriebspartner unter Druck geraten. Hier ist Rüsselsheim nun aufgefordert, die Ware mit mehr Augenmaß zu verteilen.

Neue Zeitrechnung

Vor allem für die größeren Partner wird jedoch wohl der Wegfall des Volumenbonus die größten Veränderungen mit sich bringen. „Das stellt einen Paradigmenwechsel in der Opel-Vertriebspolitik dar“, sagte ein Vertreter des Händlerverbands im Anschluss an die Mitgliederversammlung in Frankfurt. Um von den neu geschaffenen, auf wertigere Produkte ausgerichteten Bonuskomponenten profitieren zu können, müssen die Opel-Partner künftig 90 Prozent ihres Ziels innerhalb des Quartals erreichen.

Jedoch geht Opel keineswegs davon aus, dass die verstärkte Orientierung hin zu höherwertigeren Modellen zunächst einen Rückgang der Stückzahlen verursachen könnte. Ganz im Gegenteil: Wie schon in den vergangenen Jahren plant Deutschlandchef Jürgen Keller für das kommende Jahr hierzulande mit einem im Vergleich zum derzeitigen Stand circa einen Prozentpunkt höheren Marktanteil.

In etwa dementsprechend fällt das Verkaufsziel für das Opel-Partnernetz zwölf Prozent höher aus als 2017. Dagegen will Rüsselsheim die zweifelsohne weniger rentablen Kanäle wie das Mitarbeitergeschäft, Direktgeschäfte aller Art und sonstige Werkszulassungen zurückfahren. Nichtsdestotrotz plant Opel auch in diesem Bereich insgesamt noch mit einem Zuwachs von sechs Prozent.

Vermutlich haben sich die Rüsselsheimer das alles erneut deutlich zu schön gerechnet. Hoffentlich nicht auf Kosten der Vertriebspartner.

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