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Pirelli: Reifen für das teuerste Auto der Welt

| Autor: Jan Rosenow

Die Italiener haben für den Ferrari 250 GTO von 1962 eigens einen neuen Reifen im klassischen Look entwickelt: den Stelvio Corsa.

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Besitzer eines Ferrari 250 GTO können aufatmen: Es gibt wieder Reifen.
Besitzer eines Ferrari 250 GTO können aufatmen: Es gibt wieder Reifen.
(Bild: Pirelli)

Bei einem Auto, das bis zu 38 Millionen Dollar kostet, darf man an den Reifen nicht sparen. Für Preziosen wie den Ferrari 250 GTO von 1962 entwickelt Pirelli deshalb auch schon einmal einen neuen, maßgeschneiderten Pneu, der äußerlich den Originalen aus den frühen 1960er Jahren gleicht, aber mit moderner Mischungs- und Karkassentechnik ausgestattet ist. Bei der Coppa Milano-Sanremo Historic Rally vom 22. bis 24. März, deren Partner Pirelli war, wurde der Stelvio Corsa erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Stelvio ist der jüngste Reifen in der Pirelli-Klassikerlinie „Collezione“. Dessen Produkte sind auf einige der begehrtesten Autos aus den Jahren von 1950 bis 1980 zugeschnitten und sollen deren Originalität bewahren und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten. Für die Rekonstruktion des Designs nutzen die Entwickler Bilder aus dem Pirelli-Archiv, während bei der Herstellung Techniken aus dem Motorsport eingesetzt wurden.

Die aus dem Motorsport abgeleitete innere Struktur gewährleistet eine Performance, die der Leistung des historischen Zwölfzylinderwagens von rund 220 kW/300 (PS) gerecht wird – falls jemand auf die Idee kommt, mit einem der nur 36 gebauten und heute praktisch unbezahlbaren Exemplare auf die Rennstrecke zu gehen. Die Reifengröße für den 250 GTO beträgt 215/70 R15 98W (Vorderachse) und 225/70 R15 100W (Hinterachse). Es gibt keine andere Größe, und deshalb passt der Pirelli Stelvio Corsa nur auf dieses Ferrari-Modell.

Der Name Stelvio ist übrigens selbst ein Klassiker: In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg benannte Pirelli einige seiner Profile nach berühmten Alpenpässen. Dazu gehören der Rolle (Passo Rolle im italienischen Trentino) und der Sempione (Simplonpass im Schweizer Wallis). Doch bis Mitte der 1960er Jahre war der Stelvio Corsa (benannt nach dem Stilfser Joch/Passo Stelvio) das leistungsstärkste Profil im Programm.

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 Jan Rosenow

Jan Rosenow

, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE