Die Sportwagentochter des Volkswagenkonzerns konnte in den ersten drei Monaten des laufenden Verkaufsjahres höhere Preise durchsetzen und auch teurere Modelle verkaufen. Die Quartalszahlen glänzten dementsprechend.
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)
Die Porsche AG hat zu Jahresbeginn mit höheren Verkaufspreisen steigende Kosten kompensiert. Weil der mehrheitlich zum VW-Konzern gehörende Autobauer deutlich mehr Autos verkaufte als im von Covid-Lockdowns und Teileknappheit geprägten Vorjahreszeitraum, konnte Porsche-Chef Oliver Blume am Mittwoch insgesamt deutliche Anstiege bei den Geschäftszahlen vermelden. Die Stuttgarter bleiben demnach auch bei ihren Jahreszielen. Die im Dax notierte Porsche-AG-Vorzugsaktie gab am Vormittag um 2,4 Prozent nach.
Das Papier hat sich für die Anleger seit dem Börsengang im September vergangenen Jahres prächtig entwickelt. Für 82,50 Euro Ausgabepreis an die Börse gegangen hat die Aktie sich seitdem um knapp ein Drittel auf zuletzt 108 Euro verteuert. Schon länger wird das Unternehmen von den Investoren an der Börse höher bewertet als der gesamte Volkswagen-Konzern. Die ebenfalls im Dax notierte Vorzugsaktie von VW trat auf der Stelle.
Die Resultate aus dem ersten Quartal seien „ein bisschen schwach“, schrieb Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies zu den Porsche-Zahlen. Der Markt habe mit etwas mehr operativem Ergebnis und mehr freiem Mittelzufluss gerechnet. Überraschungen im Zahlenwerk gebe es indes keine.
Ein Viertel mehr Umsatz
Porsche hatte wie bereits bekannt in den drei Monaten Januar bis März knapp 81.000 Einheiten an Kunden ausgeliefert – ein Plus von 18 Prozent. Ein Jahr zuvor hatten Lieferkettenprobleme und die Covid-Pandemie den Verkauf gebremst.
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Dabei kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis je Auto von 107.000 Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 116.000 Euro.
Dazu hätten sowohl höhere Verkaufspreise als auch eine Verschiebung hin zu teureren Modellen beigetragen, hieß es. Insgesamt blieb die Nachfrage nach Angaben des Unternehmens unverändert stark. Der Auftragseingang im ersten Quartal habe über den Erwartungen des Unternehmens gelegen, sagte Finanzchef Lutz Meschke in einer Telefonkonferenz.
Preiserhöhungen in den USA
Porsche will auch weiter an der Preisschraube drehen. In den USA habe der Konzern Preiserhöhungen zwischen vier und acht Prozent eingeläutet, die im zweiten Halbjahr wirken dürften, sagte Meschke. Die Preisentwicklung dürfte auch für den Rest des Jahres stark bleiben.
Das operative Konzernergebnis wuchs in etwa gleichstark mit dem Umsatz um 25,4 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Analysten hatten sich im Schnitt etwas mehr ausgerechnet. Die operative Marge lag wie ein Jahr zuvor bei 18,2 Prozent. Die Kosten für Energie, Material, Rohstoffe und Logistik zogen ebenso an wie für den Vertrieb und die Verwaltung. Der Nettogewinn stieg um 39 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro.
„Die Märkte bleiben global volatil– umso zufriedener sind wir mit unseren Zahlen“, sagte Finanzchef Lutz Meschke. Im ersten Quartal waren die Lieferprobleme noch nicht ganz abgehakt, vor allem in den Lieferketten und bei der Teileverfügbarkeit für Elektroautos habe es überdurchschnittliche Probleme gegeben, hieß es von Porsche. Auch speziell von Kunden bestellte Teile für die Personalisierung der Autos waren teils noch schwierig zu bekommen.
Probleme mit der Taycan-Heizung
Das BEV Taycan wurde im ersten Quartal etwas weniger verkauft als vor einem Jahr. Hier habe es Probleme mit dem Hochvolt-Heizungssystem gegeben, sagte Meschke. In den kommenden Monaten stehe aber ein starkes Hochfahren der Produktion an. Nach elf Prozent Anteil vollelektrischer Autos an den Auslieferungen im ersten Quartal rechne Porsche für das Gesamtjahr auch weiter mit dem Erreichen des Ziels von 12 bis 14 Prozent.
Der Start der vollelektrischen Version des Macan soll weiter im kommenden Jahr erfolgen. Wann genau, darauf wollte sich Meschke nicht festlegen. Das Auto sei in den finalen Testläufen, es müssten noch Software-Probleme ausgebügelt werden. Ursprünglich hatte der E-Macan schon länger auf dem Markt sein sollen, Probleme in der zunächst für den Wagen vorgesehenen Software aus der VW-konzerneigenen Softwaresparte hatten das aber hinausgezögert. Mittlerweile setzt Porsche auf eine Weiterentwicklung bereits vorhandener Softwarepakete für das Auto, anstatt eine vollkommen neue Generation einzusetzen.
Bei den Finanzdienstleistungen fielen die Ergebnisse zu Jahresbeginn nicht mehr so stark aus wie noch vor einem Jahr. Höhere Refinanzierungskosten belasteten – zudem schloss angesichts höherer Zinsen ein geringerer Teil der Autokäufer einen Finanzierungsvertrag ab. Der Anteil sollte sich in den kommenden Quartalen aber stabilisieren, sagte Meschke.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.