Potenziale im Reifengeschäft ausschöpfen

Der Reifenhandel läuft schleppend. Hohe Erträge sind im Verkauf kaum zu erzielen, und der Wettbewerb ist hart. Dennoch haben die Kfz-Betriebe gute Chancen, sich im Räder- und Reifengeschäft zu behaupten.

| Autor: Norbert Rubbel

Nur 24 Prozent der Werkstattkunden erhielten bei ihrem letzten Reifenkauf und Räderwechsel weitere Produkt- oder Dienstleistungsangebote.
Nur 24 Prozent der Werkstattkunden erhielten bei ihrem letzten Reifenkauf und Räderwechsel weitere Produkt- oder Dienstleistungsangebote. (Bild: Rubbel)

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Absatz von Pkw-Reifen stagniert, und die Margen sinken. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Autofahrer von ihren abgefahrenen Sommer- und Winterreifen auf Allwetterreifen umsteigen, sodass auch die Anzahl der Kundenkontakte im Kfz-Betrieb pro Jahr abnimmt. „Der Trend zum Ganzjahresreifen hält an“, beobachtet Marktanalystin Agnieszka Sion von BBE Automotive. 28 Prozent der Autofahrer gaben in der Trend-Tacho-Studie „Räder und Reifen – Verkauf und Service“ an, dass sie bereits Allwetterreifen fahren.

Und nun die gute Nachricht: Die Umrüstquote ist nach wie vor relativ hoch. Etwa drei Viertel der Fahrzeughalter wechseln im Frühjahr und Herbst ihre Reifen beziehungsweise Räder. Zwei Drittel von ihnen lagern ihre Räder zu Hause ein und nur 34 Prozent in Kfz-Betrieben. Das bedeutet, dass noch Potenzial für die Einlagerung in den Autohäusern und freien Werkstätten vorhanden ist. Dieses Potenzial gilt es auszuschöpfen. Denn die Aufbewahrung der Kundenräder ist ein wichtiges Instrument für die Kundenbindung und Basis für den Verkauf von zusätzlichen Serviceleistungen.

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