Presse: E-Auto-Joint-Venture von BMW in China stockt

Großes Kundeninteresse am elektrischen Mini

| Autor: Andreas Wehner

Der erste rein elektrische Mini soll ab November vom Band laufen.
Der erste rein elektrische Mini soll ab November vom Band laufen. (Bild: Mini)

BMW muss Stolpersteine auf dem Weg zur Elektromobilität aus dem Weg räumen. Die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer Great Wall für die Entwicklung und den Bau von E-Autos ist nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ins Stocken geraten. Die beiden Unternehmen hatten im vergangenen Jahr die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens beschlossen. In einem neuen Werk in Jiangsu wollen die beiden Autobauer sowohl elektrisch angetriebene Mini-Modelle als auch Great-Wall-Fahrzeuge produzieren.

Allerdings sind nach einem Bericht der „SZ“ die Gespräche schon bei Grundsatzfragen festgefahren. Neben kulturellen Hürden gebe es auch strategische: Während die Chinesen möglichst günstig produzieren wollten, lege man bei BMW Wert auf die Erfüllung der Standards in Sachen Qualität und Crashsicherheit. Mit den zuletzt schwachen Geschäftszahlen tauche bei BMW zudem die Frage auf, ob sich ein solches Werk überhaupt lohne, schreibt die Zeitung. BMW spricht in einem offiziellen Statement dagegen von guter Zusammenarbeit und deutlichen Fortschritten.

45.000 Interessenten für kommenden E-Mini

Doch auch an anderer Stelle muss BMW in Sachen Elektromobilität Herausforderungen meistern. Denn der für 2020 angekündigte elektrische Mini wird in Oxford gebaut. Die Produktion startet am 1. November, also dem Tag, an dem Großbritannien nun doch aus der EU austreten könnte. Und mit dem neuen Premierminister Boris Johnson wurde ein harter Brexit wieder wahrscheinlicher.

Elena Eder, Projektleiterin für den E-Mini, sieht den Autobauer jedoch vorbereitet. „Inzwischen wird so lange darüber geredet, dass wir für alle Eventualitäten gerüstet sind“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das Interesse an dem kommenden Elektroauto ist jedenfalls groß. Der Autobauer habe bereits 45.000 registrierte Interessenten, verriet Eder der „FAS“.

So will BMW die Elektromobilität forcieren

So will BMW die Elektromobilität forcieren

25.06.19 - Der Münchner Autokonzern will 2021 doppelt so viele elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen wie 2019. Wie die Elektromobilität der Zukunft bei dem Autobauer aussieht, zeigen verschiedene Studien und Versuchsfahrzeuge. lesen

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46062875 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Verkauf E-Transporter: „Der Einstieg in die E-
Mobilität will geplant sein“

Verkauf E-Transporter: „Der Einstieg in die E- Mobilität will geplant sein“

Matthias Willy, Verkaufsleiter Transporter und Vans des Niederlassungsverbunds Württemberg bei der Daimler AG, resümiert die Erfahrungen aus dem ersten Verkaufsjahr des Elektrotransporters Mercedes-Benz E-Vito. lesen

Mehrmarkenhandel: Alles geht

Mehrmarkenhandel: Alles geht

Die Opel-Autohausgruppe ACO setzt als zweites Vertriebsstandbein auf den EU-Fahrzeughandel. Damit können die Verkäufer den Gewerbekunden auch dann ein Angebot machen, wenn es beim Hersteller kein passendes Nutzfahrzeug gibt. lesen