Prüfstandserkennung: Offenbar weitere Mercedes-Modelle betroffen

Daimler hält Steuerung für legal

| Autor: dpa

Beim GLK beanstandet das KBA Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum zwischen 2012 und 2015.
Beim GLK beanstandet das KBA Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum zwischen 2012 und 2015. (Foto: Daimler AG)

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Der kürzlich aufgekommene Verdacht einer weiteren illegalen Prüfstandserkennung bei Diesel-Aggregaten von Daimler könnte laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ deutlich mehr Fahrzeuge als bislang angenommen betreffen. Wie ein Daimler-Sprecher bestätigte, sind Motoren mit der fraglichen Funktion nicht nur im GLK verbaut, sondern auch in bestimmten Autos der C-, E- und S-Klasse von Mercedes, von denen weitaus mehr auf den Straßen unterwegs sind. Daimler hält die Funktion allerdings nicht für illegal.

Laut dem Pressebericht geht es um eine spezielle Softwarefunktion für die Temperaturregelung des Kühlmittelkreislaufs, die dafür sorge, dass die Stickoxid-Grenzwerte auf dem Prüfstand eingehalten würden, nicht aber auf der Straße. Dass die Funktion im GLK steckt und von den Behörden untersucht wird, war Mitte April bekanntgeworden. Laut Bundesverkehrsministerium handelt es sich um ein laufendes Verfahren aus dem Herbst 2018. Vor dessen Abschluss könne man nichts dazu sagen, hieß es. Laut dem Pressebericht soll es demnächst zu einem amtlich überwachten Rückruf von rund 60.000 GLK 220 CDI kommen.

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Daimler betonte, man habe dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Funktion bereits im Mai 2018 erstmals dargelegt und kooperiere mit den Behörden. Die Anhörung dazu laufe noch. Aussagen über einen Rückruf oder die Zahl der betroffenen Fahrzeuge seien daher zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Für knapp 700.000 Diesel hat das KBA Daimler bereits zu einem Rückruf verpflichtet. Insgesamt circa drei Millionen Einheiten rüstet Daimler auf freiwilliger Basis per Software-Update nach.

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