Recaro: 50 Jahre Sportsitz

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Auf der Retro Classics zelebriert der Sitzhersteller ein Jubiläum: 1965 feierte der Vorläufer des ersten Recaro-Sportsitzes auf der IAA in einem „Autonova GT“-Prototyp Premiere.

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Feierte vor einem halben Jahrhundert seine Premiere: der Recaro-Sportsitz.
Feierte vor einem halben Jahrhundert seine Premiere: der Recaro-Sportsitz.
(Foto: Recaro)

Wenn die Retro Classics ihre Pforten zum alljährlichen temporären Oldtimer-Mekka öffnet, gilt es das eine oder andere Jubliäum zu feiern. Zwar kein Jubiläum eines Oldtimers, wohl aber eines in etlichen von diesen verbauten Utensils zelebriert ein bekanntes Stuttgarter Unternehmen: Recaro.

Automobiles Highlight der Messepräsenz ist der originale „Autonova GT“-Prototyp, der – ausgestattet mit einem Vorläufer des ersten Recaro-Sportsitzes – auf der IAA 1965 ebenfalls sein Debüt feierte. 50 Jahre nach seiner Premiere ist das Modell nun in Kooperation mit Leihgeber Audi Tradition wieder auf einem Messestand in Halle 1, Stand 1C12, zu sehen.

Bekannt aus Film, Funk und Porsche

1965 hatte sich das damals als Reutter firmierende Unternehmen dazu entschlossen, sein Karosseriewerk mit etwa 1.000 Mitarbeitern an Porsche zu verkaufen und sich auf die Kernkompetenz „Sitz“ zu konzentrieren. Als Produkt für sportliche Fahrer, die auf ein gesundes Maß an Bequemlichkeit nicht verzichten wollten, wurde der Sportsitz serienmäßig im Porsche 911 S verbaut. Dank der Konsole als Adapter für den Einbau in verschiedene Fahrzeugtypen war das Produkt aber auch der erste Nachrüstsitz, der herstellerunabhängig eingesetzt werden konnte.

Recaro war fortan nicht von einem Hauptabnehmer abhängig, sondern erschloss sich völlig neue Märkte. So wurde der Name Recaro zum Synonym für gutes Sitzen. Heute werden unter dem Namen auch Flugzeug- und Kindersitze angeboten.

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