Recycling-Materialien im Auto: 50 Flaschen als Sitzbezüge

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Recycling-Material hat seine Grenzen

Der Einsatz von recycelten Materialien, Verbundstoffen mit Abfallprodukten oder Naturprodukten hat allerdings auch seine Grenzen: Immer dort, wo es direkt um die Sicherheit geht, vertrauen die Hersteller lieber altbewährtem. Das gilt zum Beispiel für die gesamte Fahrzeugstruktur, die im Falle eines Unfalls die Energie aufnehmen muss, aber auch für alle Bereiche rund um den Airbag.

Der Hintergrund: Bei wiederverwerteten Materialien kann nie zu 100 Prozent garantiert werden, dass der Ausgangsstoff immer komplett identisch ist, deshalb kann es zu größeren Streuungen kommen, unter anderem bei der Reißdehnung oder dem Schwingungsverhalten. Außerdem muss schon bei der Entwicklung eines Recycling-Bauteils sichergestellt werden, dass der Rohstoff über die gesamte Bauzeit verfügbar ist.

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Fortschritte auch im Kraftstoff-Sektor

Nicht nur die Autoindustrie beschäftigt sich aktuell mit dem Thema Recycling, auch auf dem Kraftstoff-Sektor tut sich etwas. Zahlreiche Chemie-Konzerne arbeiten an der Erforschung synthetischer Treibstoffe und es gibt bereits mehrere Verfahren, um aus Plastik-Müll Sprit zu gewinnen.

OMV beispielsweise schafft es nach eigenen Angaben, aus rund 100 Kilogramm Verpackungsmüll durch Pyrolyse – also starkes Erhitzen – 100 Liter Rohöl herzustellen. Bis dieser Prozess allerdings energetisch und wirtschaftlich sinnvoll machbar ist, dürfte noch einige Zeit vergehen.

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