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Reifenkauf: Werkstattempfehlung schlägt Preis

Redakteur: Norbert Rubbel

Das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen einen Reifen ist für die Autofahrer die Empfehlung ihrer Werkstatt. Das zeigt die aktuelle Trend-Tacho-Studie, die sich mit dem Kaufverhalten beim Reifenkauf beschäftigt hat.

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In diesem Jahr wollen sich sieben Prozent der Autobesitzer „ganz bestimmt“ und zehn Prozent „sehr wahrscheinlich“ Ganzjahresreifen kaufen.
In diesem Jahr wollen sich sieben Prozent der Autobesitzer „ganz bestimmt“ und zehn Prozent „sehr wahrscheinlich“ Ganzjahresreifen kaufen.
(Bild: ProMotor)

Der Preis beim Reifenkauf ist nicht alles. Für die Mehrheit der Autofahrer ist die Empfehlung ihrer Werkstatt das entscheidende Kriterium bei der Reifenwahl, wie die aktuelle Trend-Tacho-Studie der Kfz-Überwachungsorganisation KÜS und der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« ergab. 53 Prozent der männlichen Autofahrer und 65 Prozent der weiblichen Autofahrer gaben an, sie kauften den Reifen, den ihnen der Verkäufer empfehle.

Ein Grund warum die Meinung der Werkstätten bei den Autofahrern so hoch im Kurs steht: Reifen sind tendenziell eher ein Produkt, mit dem sie sich ungern beschäftigen. Der Aussage „Um das Thema Reifen kümmere ich mich nur so viel wie unbedingt nötig“ stimmten die Mehrheit der Befragten zu, und auch Werbeanzeigen blieben in den meisten Fällen unbeachtet. Rund jeder zweite Mann und nur jede vierte Frau gab an, sich mit dem Thema Reifen gut auszukennen.

Deutlich wird dieses Desinteresse vieler beim Thema Ganzjahresreifen. Zwar gaben 28 Prozent der privaten Fahrzeughalter an mit Allwetterreifen zu fahren. Die Aussagen einiger Befragten sind allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Denn so mancher Autofahrer bezeichnet seine Winterreifen als Ganzjahresreifen, die er irrtümlich das ganze Jahr über fährt. Das zeigen Untersuchungen der BBE-Automotive an den Fahrzeugen der Probanden. Durch gezielte Aufklärungsarbeit der Werkstätten könnten hier die Reifenverkäufe angekurbelt und der ein oder andere Autofahrer vielleicht doch noch vom umrüsten überzeugt werden.

Nichtsdestotrotz: Der Wetterallrounder hat sich im Reifenmarkt etabliert. Noch in diesem Jahr wollen sich sieben Prozent der Autobesitzer „ganz bestimmt“ und zehn Prozent „sehr wahrscheinlich“ neue Ganzjahresreifen kaufen. Zu den Gründen zählen hauptsächlich die unterschiedlichen Wetterlagen, die Bequemlichkeit und Kosteneinsparungen. So sagten 40 Prozent der Befragten, die Allwetterreifen fahren, dass sie „in ihrer Gegend keine Winterreifen brauchen“. Weitere Gründe für die „Multitalente“ sind: „Ich spare mir die Reifeneinlagerung“ (39 Prozent) und „vermeide die Umrüstkosten“ (33 Prozent).

Auf die Frage „Wo planen Sie, Ihre nächsten Reifen zu kaufen?“ nannten 23 Prozent den Reifenfachhandel (Vergölst, Euromaster), gefolgt von der freien Werkstatt (20 Prozent), der Vertragswerkstatt (20 Prozent) und dem Internet (16 Prozent). Viele Händler und Werkstätten tun sich jedoch schwer, ihren Reifenkunden weitere Produkte oder Serviceleistungen zu verkaufen. Denn 80 Prozent der Autofahrer erhielten bei ihrem letzten Reifenkauf keine zusätzlichen Angebote. „Hier werden Potenziale verschenkt“, meinen die Berater der BBE.

Die komplette Trend-Tacho-Studie mit allen Befragungsergebnissen zum geplanten Reifenkauf, zu den Entscheidungsgründen für Allwetterreifen, Ausgaben für Neureifen und Markenpräferenzen der Fahrzeughalter sowie zu den Kauforten und Gründen zur Werkstattwahl erhalten Sie für nur 49 Euro. E-Mail: info@kfz-betrieb.de.

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