Bilanz Renault fährt dank Preiserhöhungen mehr Geschäft ein

Quelle: dpa

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Über ein Fünftel mehr Erlös darf sich der Autobauer aus Frankreich im dritten Quartal freuen. Beim Verkauf setzte Renault nicht nur auf höhere Preise, sondern auch auf profitablere Kanäle.

Renault verkaufte von Juli bis September rund 481.000 Fahrzeuge.(Bild:  Renault)
Renault verkaufte von Juli bis September rund 481.000 Fahrzeuge.
(Bild: Renault)

Der Autobauer Renault hat im dritten Quartal stark von Preiserhöhungen profitiert und seinen Umsatz deutlich gesteigert. Insgesamt erreichte der Erlös in den Monaten Juli bis September 9,8 Milliarden Euro und damit ein Fünftel mehr als vor einem Jahr, wie Renault am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte.

Aus den Vorjahreswerten ist das aufgegebene Geschäft in Russland bereits herausgerechnet. Fast 13 Prozentpunkte des Wachstums kamen aus Preiserhöhungen – der stärkste Anstieg im Konzern jemals, wie es hieß. Zudem verkaufte Renault die Fahrzeuge verstärkt über profitablere Kanäle.

Mehr Absatz an Renault-Händler

Renault verkaufte in den drei Monaten 481.000 Fahrzeuge und damit 2,4 Prozent weniger an die Endkunden als vor einem Jahr. Allerdings entspannte sich die Situation rund um die Halbleiterversorgung für die Produktion, sodass die Händler ihren Bestand weniger stark abbauten als vor einem Jahr.

Renault setzte auf diese Weise mehr Autos an die Händler ab, die im Umsatz verbucht werden können. Der Erlös insgesamt fiel wie von Analysten erwartet aus, im Autogeschäft an sich hatten die Experten allerdings mehr erwartet.

Kooperation mit Nissan

Zu Gewinnkennzahlen macht Renault wie in Frankreich üblich nur halbjährlich Angaben. An dem Ziel, die operative Gewinnmarge im Gesamtjahr auf über 5 Prozent gemessen am Umsatz zu steigern, hält das Unternehmen fest. Am 8. November will das Management auf einem Kapitalmarkttag über seine weitere Strategie berichten und die mittelfristigen Ziele auffrischen.

Zudem könnte es dann Neuigkeiten rund um die strategische Allianz mit Nissan geben: Zuletzt wurde spekuliert, die Japaner könnten sich in eine abzuspaltende Elektroautosparte von Renault einkaufen und die Franzosen im Gegenzug ihren 43-Prozent-Anteil an Nissan auf 15 Prozent reduzieren.

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