Restaurierung und Fahrzeughandel: Keep on Kienle!

Fleißig wie der Schwabe bekanntlich ist, schafft er im Lauf der Zeit auch was – Beispiel Klaus Kienle. Vor 35 Jahren startete er mit seinem Automobiltechnik-Unternehmen. Heute ist er der weltgrößte freie Oldtimerfachbetrieb für Mercedes-Benz.

| Autor: Steffen Dominsky

Eine „kleine Auswahl“: Der Showroom von Kienle Automobiltechnik bildet nur einen Teil der rund 80 laufend angebotenen Automobilraritäten ab. Groß und bekannt ist das Unternehmen mit seinen State-of-the-art-Restaurierungen geworden.
Eine „kleine Auswahl“: Der Showroom von Kienle Automobiltechnik bildet nur einen Teil der rund 80 laufend angebotenen Automobilraritäten ab. Groß und bekannt ist das Unternehmen mit seinen State-of-the-art-Restaurierungen geworden. (Bild: Kienle Automobiltechnik, Hans Dieter Seufert)

Anschallen!“ lautete das Motto ab 1984. Wer ohne angelegten Gurt im Auto erwischt wurde, musste blechen. 1984 war auch das Jahr eines gewissen Klaus Kienle. Auch er schnallte sich fortan an bzw. seinen Gürtel zuerst enger. Immerhin hatte sich der Schwabe mittels Anschubfinanzierung eben erst selbstständig gemacht. Womit? Allen voran mit dem Restaurieren von etwas, was seinerzeit kaum einen gesellschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Stellenwert hatte: Oldtimer – Mercedes-Benz-Oldtimer, um genau zu sein.

Die Basis für die in Sachen Mercedes-Benz auch schon damals einzigartige Kompetenz legte der Firmengründer während seiner Tätigkeit in der Abteilung „Großreparaturen und Sonderfahrzeuge“ in der Stuttgarter Niederlassung des Automobilbauers als Kfz-Schlosser. Hier warteten und reparierten Klaus Kienle und seine Kollegen über viele Jahre hinweg jene Modelle, die heute als Ikonen in Oldtimerkreisen gelten: Typen wie den 300 SL, den 600, die ersten S-Modelle und selbstverständlich auch das Gros der Vorkriegswagen. Dutzend-, nein hundert- und tausendfach sind sie durch die Hände des gebürtigen Stuttgarters gegangen.

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