Rückruf: Tesla hat Bremsenprobleme

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Ein kleines Bauteil der elektronischen Parkbremse sorgt für den Rückruf von weltweit 53.000 Tesla-Fahrzeugen. Zwar ist nur ein Bruchteil der Fahrzeuge betroffen, aber Tesla kann sie nicht exakt ermitteln.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Tesla holt weltweit 53.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Ursache des freiwilligen Rückrufs ist ein Problem mit der elektronischen Parkbremse in verschiedenen Modellen der Baureihen Model S und Model X. Tesla selbst stuft das Problem als nicht sicherheitsrelevant ein, es sei auch noch kein kritischer Zwischenfall bekannt geworden. Dennoch werde würden die betroffenen Bauteile vorsorglich getauscht, heißt es auf der Tesla-Webseite.

Der Rückruf bezieht sich auf Modelle, die zwischen Februar und Oktober 2016 gebaut wurden. Wirklich betroffen sind davon laut Tesla aber nur maximal 5 Prozent der Fahrzeuge. Es sei aber nicht möglich, exakt zu ermitteln, welche Fahrzeuge tatsächlich nachgebessert werden müssten.

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Verursacht wird der Rückruf durch ein kleines Zahnrad, das von einem Zulieferer ungenügend geliefert worden sei. Dieses Bauteil könne brechen, sodass die Parkbremse nicht mehr gelöst werden könnte. Es gebe allerdings keine Berichte, dass die Parkbremse wegen des Bauteils versagt hätte, so Tesla.

Die betroffenen Teslafahrer werden den Angaben zufolge nun per E-Mail angeschrieben. Für den Austausch der Bauteile veranschlagt der Hersteller eine Arbeitszeit von 45 Minuten.

Laufender Airbagrückruf ausgeweitet

Zudem weist der Onlinedienst „Kfz-Rückrufe.de“ darauf hin, dass seit längerem bereits eine weitere Rückrufaktion des Elektroautoherstellers läuft. Sie ist das Ergebnis des Airbag-Debakels von Takata. Wegen der Funktionsstörungen der Airbags tauscht Tesla die Airbags weltweit in Model-S-Fahrzeugen.

Bislang war bekannt, dass sich die Aktion auf Modelle des Jahrgangs 2012 bezog. Inzwischen scheint die Aktion laut „Kfz-Rückrufe.de“ auf alle weiteren Modelljahre bis einschließlich 2016 ausgedehnt worden zu sein. Eine Bestätigung der deutschen Tesla-Pressestelle lag zunächst aber nicht vor. In Deutschland sind derzeit rund 3.800 Model-S-Fahrzeuge angemeldet, die für einen Austausch in Frage kommen.

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