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Rückruf: Verminderte Bremswirkung beim Renault Talisman

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Das Mittelklassemodell plagen aktuell Probleme mit der Bremse. Betroffen sind Einheiten, die zwischen Juli 2015 und April 2016 produziert wurden. Weitere Rückrufe gibt es wegen des Armaturenbretts und der Türverriegelung.

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Seit der Einführung kämpft Renault mit Problemen beim Talisman.
Seit der Einführung kämpft Renault mit Problemen beim Talisman.
(Foto: Renault)

Zumindest was die Rückrufbilanz angeht ist der Talisman kein Glücksbringer für Renault. Nachdem für das Fahrzeug schon im Debütjahr 2016 sieben Aktionen zu Buche schlugen, sind auch in diesem Jahr schon drei Rückrufe für das Mittelklassemodell aktenkundig. Der jüngste ist immerhin vergleichsweise klein und betrifft deutschlandweit lediglich 246 Einheiten (weltweit: 10.261). Bemängelt wird bei Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum Juli 2015 bis 21. April 2016 ein mögliches Seitenziehen beim Bremsen beziehungsweise eine verminderte Bremswirkung.

„Die Paarung der Bremsscheiben beziehungsweise der Bremsscheibendurchmesser zum Bremsträger sowie Bremssattel ist möglicherweise nicht konform", sagte Renault-Kommunikationsvorstand Martin Zimmermann auf Anfrage. Im Rahmen der Aktion „0CBL“ werden seit Anfang Mai die Bremskomponenten ausgetauscht.

Deutlich mehr Talisman aus dem gleichen Bauzeitraum betrifft ein Problem mit der Abdeckung des Armaturenbretts, nämlich 3.351 hierzulande (Weltweit: 37.543). „Möglicherweise führt eine nicht konforme Befestigung der unteren Geräuschdämmabdeckung des Armaturenbretts dazu, dass sich diese ganz oder teilweise lösen kann“, sagte Zimmermann. Zwei zusätzliche Klammern sollen hier für Abhilfe sorgen. Die Aktion „0CFB“ dauert etwa 20 Minuten.

Dementi zum „Häutungs“-Problem

Wegen des dritten Rückrufs („0CDU“) müssen deutschlandweit 995 Einheiten (weltweit 9.933 Fahrzeuge mit Fertigung zwischen 17.05. und 18.07.2016) in die Werkstatt, aber auch 3.455 Mégane IV (weltweit 27.128, gefertigt zwischen dem 20.05. und 18.07.2016). Eine zuvor aktivierte Kindersicherung könne durch Schließen der Tür möglicherweise wieder deaktiviert werden, begründete der Manager diese Aktion. In der Werkstatt wird die Kindersicherung überprüft und gegebenenfalls die hinteren Türschlösser ausgetauscht.

Zimmermann dementierte außerdem die Aussage eines Händlers, wonach das „Häutungs“-Problem des Espace und Twingo auch den neuen Koleos betrifft, der am kommenden Samstag im Rahmen des „Tags der offenen Tür“ bei den Renault-Händlern vorgestellt werden soll. Man habe lediglich bei rund 500 Fahrzeugen eine Klebeverbindung oben links an der Motorhaube verstärkt, da es bei warmem Wetter dort zu Vibrationen kommen könne. Die Veranstaltung sei dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.

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 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist