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Schadenlenkung: Sind 80 die neuen 100?

| Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Coronakrise hat zu starken Volumeneinbrüchen in der Unfallinstandsetzung geführt. Experten glauben sogar, dass ein Volumen wie vor Corona nicht mehr erreicht wird – der Schadenmarkt werde kleiner.

(Bild: Wenz)

Während die einen die Auswirkungen des Lockdowns in der Coronakrise unmittelbar zu spüren bekamen, weil sie beispielsweise ihre Verkaufsräume schließen mussten, trafen die Maßnahmen andere erst etwas verzögert. Hierzu zählen die Betriebe, die vornehmlich von der Unfallinstandsetzung leben. Denn der Lockdown sorgte für deutlich weniger Verkehr auf den Straßen und damit auch für weniger Unfälle. Das statistische Bundesamt (Destatis) meldete 35 Prozent weniger Straßenverkehrsunfälle im April 2020 als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Präsident des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF), Peter Börner, bestätigt: „Wir gehen von etwa 20 Prozent weniger Unfallschäden im Jahr 2020 aus. Durch steigende Schadenkosten pro Stück erwarten wir einen Umsatzrückgang von etwas weniger als 20 Prozent.“

Des einen Leid ist des anderen Freud – sagt ein altes Sprichwort. So kündigte die HUK-Coburg im April an, die Versicherungskunden am günstigen Schadenverlauf teilhaben zu lassen. Sie könnten mit einer Rückvergütung ihrer Versicherungsprämie rechnen. Diese können den Kunden nur noch Schlechtwetterereignisse im wahrsten Sinne des Wortes verhageln.