Select will Werkstattpartner weiterentwickeln

Redakteur: Norbert Rubbel

Die Einkaufskooperation für Ersatzteile geht in die Qualitätsoffensive. Select will den Marktauftritt der rund 500 Auto-Service-Partner verbessern und die Markenkommunikation in den ASP-Werkstätten verstärken.

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Select-Vorstand Stephan Westbrock will die Markenkommunikation in den ASP-Werkstätten verstärken.
Select-Vorstand Stephan Westbrock will die Markenkommunikation in den ASP-Werkstätten verstärken.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der zentralen Botschaft „Performance made in Quality“ hat die Select AG eine Qualitätskampagne gestartet. Sie soll laut Vorstandssprecher Stephan Westbrock die Markenkommunikation der Partnerwerkstätten verstärken. „Die Autofahrer müssen wissen, dass unsere Auto-Service-Partner Markenersatzteile in Erstausrüsterqualität verwenden“, erläuterte Westbrock anlässlich des ersten ASP-Kongresses am 14. und 15. Mai in Nürnberg.

Zur Select AG gehören 15 Aktionäre mit insgesamt 89 Standorten. Sie betreuen rund 500 ASP-Werkstätten in Deutschland. In den nächsten zwei bis drei Jahren will Westbrock das Servicenetz auf 800 Werkstätten ausbauen und in deren Fortbildung investieren. Informationen zur Qualitätsoffensive erhielten die rund 700 Teilnehmer in Workshops, die neben einer Fachausstellung im Fokus des Kongresses standen.

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Werkstätten müssen sich klar positionieren

Dass die Werkstätten „die Kraft der Marke ASP stärker nutzen“ sollten, empfahl Referent Rolf Keller von der Busch Handelsgesellschaft. Denn oft fehle den Freien Werkstätten eine eigene Markenpräsenz. „Eine klare Positionierung als Auto-Service-Partner ist vor allem deshalb wichtig, da sich die Autofahrer über Serviceangebote im Internet informieren und Preise vergleichen“, erklärte Keller.

„Die Signalisation der Marke muss für die Kunden sichtbar sein“, betonte Workshop-Referent Andreas Surkus. Zudem möchte der Werkstattbesucher geführt werden − von der Auftragsannahme bis zur Fahrzeugabholung und Rechnungsübergabe. „Übergeben Sie Ihrem Kunden das Auto mit dem Hinweis auf unsere Initiative ,Performance made in Quality‘. Erklären Sie ihm, dass die Qualitätsarbeit mit Qualitätsmarken sein Auto aufwertet“, so Surkus Rat.

Dass es sich lohne, die Flotten- beziehungsweise Firmenkunden intensiver zu betreuen, erklärte Helmut Pätz von der Unternehmensberatung Insight. Noch dominierten die Fabrikatshändler im Fuhrparkgeschäft. Doch eine Allianz von markenunabhängigen Werkstätten könne den Flottenmarkt gravierend verändern. Dafür müsse sie einen am Nutzer orientierten Service anbieten, bundesweit einheitliche Standards einhalten und sich als Werkstattkette für alle Marken öffnen, sagte Pätz.

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