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Senger übernimmt weitere Mercedes-Standorte in NRW

| Autor: Christoph Seyerlein

Die Senger-Gruppe wächst zum Jahreswechsel weiter. Das Unternehmen übernimmt das Mercedes-Autohaus Ostendorf. In einer Mitteilung erklärte dessen Chef Timm Ostendorf die Gründe für den Verkauf.

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Das Autohaus Ostendorf gehört künftig zur Senger-Gruppe.
Das Autohaus Ostendorf gehört künftig zur Senger-Gruppe.
(Bild: Senger)

Die Senger-Gruppe erhöht ihre Präsenz im Münsterland spürbar. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, übernimmt es zum 1. Januar 2020 das Autohaus Ostendorf und damit weitere Mercedes-Standorte in Nordrhein-Westfalen. Konkret gehen die Ostendorf-Betriebe in Ahlen, Beckum, Hamm, Rietberg und Rheda-Wiedenbrück in der Egon Senger Holding auf.

Auch in Soest und Lippstadt verkauft Ostendorf aktuell noch Mercedes-Modelle. Die Betriebe dort gehören allerdings zu Sternpark, und das bleibt auch so, wie Sternpark-Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Graf von Wengersky mitteilte. Ostendorf hält für die Standorte Mietverträge für die Verkaufsflächen. Diese wird Senger dem Vernehmen nach mit übernehmen, nicht allerdings die Standorte an sich.

Die Senger-Gruppe wächst damit auf über 40 Standorte an. Die Mitarbeiterzahl steigt mit den 450 Ostendorf-Beschäftigten auf etwa 3.000. Den Jahresumsatz beziffert das Unternehmen mit 1,6 Milliarden Euro. Neben Mercedes hat die Gruppe mit Hauptsitz in Rheine auch die Marken Smart, Volkswagen, Skoda, Porsche und DAF im Portfolio. Zuletzt verkaufte Senger 19.000 Neu- und 17.000 Gebrauchtwagen im Jahr.

Timm Ostendorf legt Geschäftsführung nieder

In einer Mitteilung erklärten Andreas und Jörg Senger, dass Timm Ostendorf der Gruppe die Übernahme angeboten und man sich darüber sehr gefreut habe. „Ostendorf ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der Region und hat sich in allen Geschäftsbereichen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. An dieser herausragenden Arbeit wird Senger nahtlos anknüpfen“, so die Senger-Chefs.

Timm Ostendorf selbst wird die Geschäftsführung in seinen bisherigen Betrieben zum Jahreswechsel niederlegen. „Ich habe mich mit der Senger-Gruppe bewusst für ein Familienunternehmen entschieden, da sich inhabergeführte Unternehmen durch eine langfristigere Ausrichtung und kontinuierlichere Führungsstruktur auszeichnen“, erklärte er in der Mitteilung. Den Entschluss, sein Unternehmen zu verkaufen, begründet er mit den Kosten und Risiken, die der aktuelle Wandel in der Kfz-Branche mit sich bringt. Kleinere Autohäuser könnten das nur schwer kompensieren.

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