Ssangyong will Wachstumstempo hochhalten

Autor: Christoph Seyerlein

Ssangyong will auch 2017 den Absatz in Deutschland in die Höhe schrauben, zudem sucht der Importeur weiter nach neuen Händlern. Die Anforderungen sind jedoch gestiegen.

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Ssangyong bietet seinen Händlern die Möglichkeit, neue CI-Elemente in den Autohäusern zu nutzen. Pflicht ist das allerdings nicht.
Ssangyong bietet seinen Händlern die Möglichkeit, neue CI-Elemente in den Autohäusern zu nutzen. Pflicht ist das allerdings nicht.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Ssangyong strebt in Deutschland auch in diesem Jahr wieder ein starkes Wachstum an. Nachdem die Marke bereits 2016 ihren Absatz mit 3.537 Einheiten um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert hatte, peilt sie in diesem Jahr den Verkauf von 4.300 Neuwagen und damit ein weiteres Plus von 19 Prozent an. Darauf stimmte Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, am Dienstag die rund 260 Teilnehmer der Händlertagung im Vogel Convention Center in Würzburg ein.

Die Hauptlast soll dabei auf drei Modelle entfallen. Für den Tivoli plant Ssangyong 2017 mit 1.400 Verkäufen, Rexton (1.200) und Korando (1.050) sollen ebenfalls im vierstelligen Bereich landen. Letzterer erhält derzeit ein Facelift, das Flaggschiff Rexton dagegen kommt noch 2017 in komplett neuer Version auf den Markt. Laut Ssangyong soll es im November oder Dezember so weit sein, in Würzburg hatte der Hersteller noch die seriennahe Studie LIV-2 dabei. Auch einen Ausblick in die weitere Modellplanung gewährte die Marke, für 2018 ist demnach ein neuer Actyon Sports angekündigt, 2019 folgen dann Facelifts von Tivoli und XLV sowie eine neue Korando-Generation.

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Neben dem Absatz soll auch das Händlernetz in Deutschland weiter wachsen. Aktuell zählt Ssangyong in Deutschland 218 Partner, bis Ende 2017 sollen es 240 sein. „Für eine Marke unserer Größe haben wir mittlerweile schon ein recht engmaschiges Netz, da tritt natürlich eine gewisse Sättigung ein. Perspektivisch wollen wir aber in jedem Landkreis Deutschlands mit einem Betrieb vertreten sein“, sagte Ulrich Mehling dem »kfz-betrieb«. Dabei greift der Hersteller auch zu besonderen Maßnahmen. So winkt Händlern, die einen Kollegen für die Marke gewinnen können, eine Vermittlungsprämie von 1.000 Euro.

Auch abseits der Modelle strebt die Marke in den Autohäusern ihrer Partner eine Auffrischung an. So können die Händler ab sofort auf neue CI-Elemente zurückgreifen, eine Pflicht dazu besteht allerdings nicht. Neu verfügbar sind unter anderem ein spezielle Folierung für die Schaufenster, eine auffällige Bodenmarkierung für Fahrzeuge im Schauraum und ein Halogen-Deckenelement in zwei Varianten. Hier können interessierte Partner zwischen der großen Variante mit fünf Metern Durchmesser und LED-Beleuchtung und der kleinen mit 3,5 Meter Durchmesser ohne Beleuchtung wählen. Für Arbeitsplätze, Kundenlounge und Kinderecke empfiehlt Ssangyong seinen Händlern zudem ein neues Möbelkonzept.

Insgesamt bietet die Marke drei verschiedene CI-Pakete an, die Version „Silber“ mit der kleine Halogen-Beleuchtung kostet 5.400 Euro, die Variante „Gold“ inklusive der großen Halogen-Ausstattung 6.500 Euro. Wer zudem auch noch die neue Möblierung haben will, muss 7.800 Euro investieren.

Online-Konfigurator ab sofort verfügbar

Mit viel Applaus bedachten die anwesenden Händler die Ankündigung, dass Ssangyong ab sofort einen Online-Konfigurator im Netz hat. Zudem gibt es ab März ein Testsystem für einen digitalen Verkäuferarbeitsplatz, an dem Ssangyong gemeinsam mit dem IT-Anbieter Locosoft arbeitet.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«