Neue Händlerverträge Stellantis bestätigt Netzkündigung

Autor: Jens Rehberg

Am Mittwochvormittag haben Herstellervertreter des neuen Stellantis-Konzerns ihren Partnern eine Erklärung vorgelesen, in der sie eine weitreichende Umstrukturierung der Markennetze ankündigten. Der Druck auf die Händler wird noch größer.

Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim
Stellantis-Deutschlandzentrale in Rüsselsheim
(Bild: »kfz-betrieb« / Rehberg)

Zum Monatsende will der Hersteller demnach all seinen Markennetzen in Deutschland und mutmaßlich auch europaweit – mit Ausnahme von Maserati – die Kündigung übermitteln. Das betrifft hierzulande unter anderem über 1.000 A-Händler, die Opel, Fiat, Jeep, Peugeot oder Citroën vertreten. Die Auflösung der Vertriebs- und Serviceverträge soll mit einer Frist von zwei Jahren – also „ordentlich“ – passieren. Wie die Niederlassung des Konzerns in Rüsselsheim der Presse mitteilte, werde das künftige Vertriebsnetz anschließend „auf der Grundlage des Potenzials und objektiver Kriterien ausgewählt“.

Was das heißt, erläuterte ein Händlervertreter auf Anfrage der Vogel Communications Group am Mittwochmorgen wie folgt: „Wir wissen, dass die Händler vom Hersteller in drei Gruppen eingeteilt wurden – in solche, die ohne weiteres ein Angebot zur weiteren Zusammenarbeit bekommen sollen, in solche, die erst mal eine Reihe von Standards erfüllen müssen, um weitermachen zu dürfen, und in solche, die man los haben will.“ Entsprechende Schreiben zur weiteren Zusammenarbeit sollten die Händler der ersten beiden Gruppen Mitte Juli erhalten. „Die gehen jetzt über Leichen“, kommentierte der Händlervertreter die Vorgehensweise.

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