Subaru setzt in Europa vorerst auf Mild-Hybrid

Erstes elektrifiziertes Modell wird der Forester

| Autor: Christoph Seyerlein

(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Für Subaru-Händler dürfte 2019 ein spannendes Jahr werden. Aktuell sieht es danach aus, dass mit dem kommenden Forester das erste elektrifizierte Modell der Marke für den europäischen Markt bereitsteht. Diese Hoffnung äußerte zumindest Christian Amenda, Geschäftsführer von Subaru Deutschland, am Mittwoch vor Journalisten. Demzufolge setzen die Japaner in Europa als Übergangslösung auf ein Mild-Hybrid-System. Später sollen dann auch reinelektrische Fahrzeuge folgen.

Amenda sagte dazu: „Auch wir werden die CO2-Ziele ohne Elektrifizierung nicht erfüllen können.“ Nun will der Importeur seine Strategie für das kommende Jahr unter anderem auf den ersten Teilstromer ausrichten. Für den Handel bedeutet das neue Herausforderungen. Im Servicebereich besteht Schulungsbedarf. Im Vertrieb sollen die Partner zudem Kunden aktiv zur neuen Technologie beraten. Generell ist man bei Subaru aber überzeugt, dass das „nicht so schwer für den Handel“ wird.

Bislang fällt den Japanern auch die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP nicht so schwer.Allerdings profitierte der Importeur dabei von Ausnahmegenehmigungen des Kraftfahrt-Bundesamt für sämtliche Modelle mit Benzin-Direkteinspritzer. Amenda gab offen zu, dass der Hersteller teilweise überfordert war und noch ist, jene Autos mit den nun vorgeschriebenen Partikelfiltern auszurüsten. Um dieses Problem ein Stück weit zu umgehen, hatte der Importeur zudem den Druck auf den Hersteller erhöht, Fahrzeuge vorzuproduzieren, um sie noch vor der Umstellung auf WLTP zulassen zu können. Einige Subaru-Modelle sind aber auch bereits nach der Abgas-Norm Euro-6d-Temp zertifiziert. Konkret sind das der Outback 2.5, der BRZ, der Impreza mit 1,6-Liter-Motor und der XV mit 1,6-Liter-Motor.

Mit der allgemeinen Entwicklung von Subaru in Deutschland zeigte sich Christian Amenda zufrieden. Die Marke kommt hierzulande per September auf 5.846 Neuzulassungen, 1,5 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2017. Das Anfang des Jahres ausgegebene Ziel von 7.000 Einheiten wird das Fabrikat definitiv übertreffen, der Geschäftsführer zeigte sich auch zuversichtlich, dass Subaru auf die rund 7.400 abgesetzten Modelle aus dem vergangenen Jahr im Schlussspurt 2018 noch etwas draufpacken können wird. Für 2019 rechnet Amenda mit einer mindestens stabilen Entwicklung.

Prämien ja, Hardware-Nachrüstung nein

Erkaufen will sich der Importeur zusätzliche Marktanteile aber nicht. Mit Blick auf die aktuell von verschiedenen Herstellern wieder einmal ausgelobten Diesel-Umstiegsprämien sagte Amenda: „Wir haben laufende Verkaufsförderprogramme. Wenn ein Händler das will, kann er diese auch als Umstiegsprämie etikettieren.“ Generell halte er die groß angekündigten Maßnahmen einiger Autobauer aber für „Augenwischerei“. Nachlässe für Kunden habe es auch vor dem letzten Dieselgipfel bereits ausreichend gegeben.

Die Option einer Hardware-Nachrüstung älterer Diesel hält Amenda indes für nicht zielführend. Zum einen würde die Homologation derartiger Systeme viel Zeit in Anspruch nehmen. Gerade für ein kleines Fabrikat wie Subaru seien Umbauten an den Motoren aber auch wirtschaftlich nicht darstellbar. „Unser Volumen ist dafür zu klein. Wir würden sogar effizienter damit fahren, alte Fahrzeuge aufzukaufen“, sagte der Importeurschef.

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