Suzuki lockt mit Veloursleder, ohne es im Angebot zu haben

Autor: Christoph Seyerlein

Die Wettbewerbszentrale hat festgestellt, dass Suzuki den Vitara und den Vitara S mit Veloursledersitzen bewirbt, obwohl die Japaner nur Mikrofaserstoff im Angebot haben. Der Importeur hat darauf mittlerweile reagiert. Die Erklärung für den Fauxpas ist kurios.

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Was Suzuki beim Vitara und Vitara S als Veloursleder anpries, ist in echt nur Mikrofaserstoff.
Was Suzuki beim Vitara und Vitara S als Veloursleder anpries, ist in echt nur Mikrofaserstoff.
(Bild: Suzuki)

Suzuki Deutschland ist neulich unerfreuliche Post von der Wettbewerbszentrale ins Haus geflattert. Der Grund: Die Wettbewerbshüter hatten festgestellt, dass die Japaner für ihre Modelle Vitara und Vitara S „Velourledersitze“ bzw. „Veloursledersitze mit roten Ziernähten“ anboten. Beim genaueren Betrachten fiel allerdings auf, dass die Bezüge der Sitze in den Autos gar nicht aus dem hochwertigen Leder waren. Stattdessen handelt es sich um einen Mikrofaserstoff, der deutlich günstiger ist.

Die Wettbewerbszentrale machte den Importeur darauf aufmerksam, dass er damit „die angesprochenen Verkehrskreise über wesentliche Ausstattungsmerkmale des Fahrzeugs“ täuscht. Eine solche Werbung entspreche zudem nicht „der unternehmerischen Sorgfalt, die einem Fahrzeughersteller obliegt (§ 3 Abs. 2 UWG)“, heißt es weiter.

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Die Wettbewerbszentrale kritisierte darüber hinaus, dass die fehlerhaften Angaben die Kaufentscheidung von Kunden wesentlich beeinflussen könnten. Denn Velourledersitze seien deutlich hochwertiger und komfortabler als ihre Pendants mit Stoffausstattung.

Suzuki Deutschland hat das Angebot mittlerweile von seiner Website genommen und eine Unterlassungserklärung gegenüber der Wettbewerbszentrale abgegeben. Die Begründung für den Fauxpas klingt derweil ziemlich kurios: Die Anwälte der Japaner erklärten, dass es sich „um ein bedauerliches Missverständnis bei der Übersetzung der Werbematerialien“ gehandelt habe.

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 Christoph Seyerlein

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«