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Trotz massiver Einbußen: Viele Werkstätten halten noch durch

Autor: Jakob Schreiner

Die überwiegende Mehrheit der Werkstätten hält laut einer aktuellen Umfrage von Fabucar der Krise noch stand. Klar wird dabei aber auch: Je länger der jetzige Zustand andauert, umso härter wird es für mehr und mehr Betriebe.

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In vielen Werkstätten bleibt aktuell die eine oder andere Hebebühne leer.
In vielen Werkstätten bleibt aktuell die eine oder andere Hebebühne leer.
(Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

Trotz teils massiver Umsatzeinbußen hält die Mehrheit der Werkstätten der aktuellen Krisensituation noch stand. Aus einer aktuellen Umfrage rund um die Corona-Krise der App Fabucar geht hervor, dass 36 Prozent nach eigener Einschätzung den aktuellen Zustand noch ein bis zwei Monate aushalten, 31 Prozent zwei bis drei Monate und 28 Prozent sogar noch länger. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, diesen Zustand weniger als vier Wochen zu überstehen.

Fabucar hat zwischen dem 1. und 4. April von insgesamt 367 Werkstattinhabern, die Teil der Community sind, online Informationen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie erhalten. Aus der nicht repräsentativen Befragung geht nicht hervor, ob es sich bei den Teilnehmern um markengebundene oder freie Werkstätten handelt. Laut einem Fabucar-Sprecher dürften aber etwa 75 Prozent der angemeldeten Mitglieder freie Werkstätten betreiben.

Viele der Befragten, haben mit massiven Auftragsrückgängen zu kämpfen. Fast 80 Prozent würden weniger Aufträge als sonst abarbeiten. Dabei klagen 31 Prozent über Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent, bei 30 Prozent liegen die Einbußen zwischen 30 und 40 Prozent.

Um die teils massiven Umsatzeinbußen abzufedern, hat zum Befragungszeitraum jeder vierte Betrieb Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Rund 40 Prozent haben staatliche Soforthilfen beantragt. Dabei sind die Hilfszahlungen erst bei 5,6 Prozent der Antragssteller angekommen. Rund 60 Prozent haben noch keine Nachricht. Und bei 36 Prozent sei der Antrag noch in Bearbeitung.

Inwieweit die eingebrochenen Umsätze mit Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen zusammenhängen, ist nicht eindeutig. Von tatsächlich nicht lieferbaren Teilen sprechen nur etwa vier Prozent der Befragten. Dennoch kommt es bei der Mehrheit der Werkstätten zu verzögerten Arbeitsabläufen. Jeweils etwa ein Drittel gab an, dass Teile später als üblich geliefert würden oder Teilgroßhändler die Frequenz ihrer Lieferungen reduziert hätten.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik