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Fabucar: Gemeinsam auf Fehlersuche

Autor: Jakob Schreiner

So mancher Defekt am Auto stellt den ein oder anderen Kfz-Experten vor ein Rätsel. Statt selbst stundenlang nach der Lösung zu suchen, kann er mit einer App seine Kollegen zur Beratung hinzuziehen und sich von ihnen bei der Fehlerdiagnose unterstützen lassen.

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Wer bei der Fehlersuche nicht weiterweiß, kann sein Problem in der Fabucar-Community schildern und auf den entscheidenden Hinweis hoffen.
Wer bei der Fehlersuche nicht weiterweiß, kann sein Problem in der Fabucar-Community schildern und auf den entscheidenden Hinweis hoffen.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Ein Auto, das nicht anspringen will, ein Motor der ab 2.500 Umdrehungen kein Gas mehr annimmt oder eine ständig wiederkehrende Fehlermeldung gehören zum Alltag eines jeden Kfzlers. In der Regel finden die gut qualifizierten Fachkräfte die Ursache dafür selbst oder können auf das Know-how der Werkstattkollegen zurückgreifen. Doch längst nicht immer reicht das aus, um das Fahrzeug wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Sei es, weil zu einem bestimmten Modell die Erfahrungswerte fehlen oder die sonst funktionierenden Lösungswege bei einem Fahrzeug nicht zum Erfolg führen.

Genau an diesem Punkt setzt die App „Fabucar“ an, die im Prinzip schnell erklärt ist. Registrierte Nutzer können einer Community in einem selbst erstellten Beitrag ihr Problem schildern, welche Reparaturen sie bereits durchgeführt oder welche Bauteile geprüft haben. Im Idealfall hat eines der über 13.000 Mitglieder die Lösung für das geschilderte Problem parat und gibt in Form eines Kommentars den entscheidenden Hinweis. Das gelingt laut Fabucar-Gründer Lars Faust in etwa 70 Prozent der Fälle nach etwa 48 Stunden. Oder sie nutzen die Suchfunktion, um bereits gelöste Probleme samt Lösungsweg zu finden.

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Exklusive Community für Kfz-Experten

Das Besondere an Fabucar: Die App richtet sich ausschließlich an echte Kfz-Experten, die auch beruflich mit der Fahrzeugreparatur zu tun haben. Also an Gesellen, Servicetechniker, Meister, aber auch Auszubildende aus dem Kfz-Gewerbe. Nach der ersten Registrierung müssen die Mitglieder nach fünf Tagen einen entsprechenden Nachweis über ihre berufliche Qualifikation erbringen, um die App vollumfänglich nutzen zu können. Das soll für möglichst qualifizierte und nützliche Kommentare sorgen.

Ihre Probleme können die Kfzler der Community in kurzen Videobeiträgen oder mithilfe von Fotos und Texten schildern. Die gestellten Fragen müssen dabei bestimmte Anforderungen erfüllen, bevor sie freigeschaltet werden. So wird beispielsweise mithilfe der Onlinedatenbank Autodata das korrekte Fahrzeugmodell identifiziert, bekannte Fehlercodes sollten genannt sein, und das Problem muss verständlich geschildert sein. Hierbei erhalten die Nutzer von einem Moderatorenteam Hilfestellung, oder sie können ihren Post selbst bearbeiten, damit er die Kriterien erfüllt. Außerdem sollten die User angeben, welche Lösungsversuche sie bereits selbst unternommen haben.

Ein wichtiger Faktor für das Konzept der App sei die „Gamification“, also das Einbinden von spieletypischen Elementen, sagt Faust. So motiviere man die Community, immer wieder zielgerichtet und lösungsorientiert zu antworten. Fabucar belohnt User beispielsweise für Kommentare, die zur Lösung des Problems geführt haben, mit Punkten. Zum einen könne sich der User darüber als Experte profilieren und zum anderen im Ranking aufsteigen, um einen der realen Sachpreise zu gewinnen. Vom Werkstattwagen über Schlagschrauber oder Drehmomentschlüssel bis hin zu einem Fahrertraining ist alles dabei, was das Kfzler-Herz begehrt.

Die App ist kostenlos und für Android- und Apple-Geräte verfügbar.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik