Verknüpfte Sensoren ermitteln exakten Fahrbahnzustand
Das Continental-System „Road condition observer“ überwacht den Fahrbahnzustand mit serienmäßig verbauten Sensoren. Fahrerassistenzsysteme können diese Daten nutzen, um ihr Ansprechverhalten den Straßenbedingungen anzupassen.

Continental entwickelt einen Algorithmus mit dem Namen „Road condition observer“. Dieser soll typische Merkmale für die vier unterschiedlichen Straßenzustände trocken, nass, verschneit und vereist erkennen. „Für den „Road condition observer“ nutzen wir im Fahrzeug vorhandene Sensoren, um Hinweise auf die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche zu gewinnen“, erläutert laut einer Conti-Mitteilung Bernd Hartmann, Leiter der Projektgruppe Erweiterte Fahrerassistenz & Reifen-Interaktionen in der Zukunftsentwicklung der Division Chassis & Safety.
Mit diesem Wissen lässt sich die Funktion von Fahrerassistenzsystemen an die tatsächlichen Straßenverhältnisse anpassen. „Diese Fähigkeit wird künftig an Bedeutung gewinnen“, erwartet Hartmann. Das automatisierte Fahren setze voraus, dass die Systeme den Straßenzustand einschätzen können. Automatisierte Fahrzeuge müssen wissen, ob es glatt ist, damit sie sicher um die nächste Kurve fahren. Laut Continental befindet sich die Nässeerkennung bereits in der erweiterten Erprobung bei Fahrzeugherstellern.
Der Algorithmus nutzt die Fahrdynamiksensoren und eine Monokamera – Technik, die in vielen Fahrzeugen bereits zur Serienausstattung gehört beziehungsweise aufgrund der wachsenden Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen in immer mehr Fahrzeugen verfügbar ist. Durch Auswertung der Kamerabilder des Umfelds direkt vor dem Auto, einem Abgleich mit Fahrdynamikdaten des ESC, des Wissens um lokale und regionale Wetterdaten wie Temperatur, Wischeraktivität und Daten aus der Cloud sowie dem Reifenverhalten soll das System die Straßenverhältnisse letztlich klassifizieren. Künftig sollen die Daten in ein 360-Grad-Umfeldmodell einfließen, das als Datenbasis für die automatisierte Fahrzeugführung dienen kann.
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