Deutscher Werkstattpreis Vögeli hat die Prozesse im Griff

Der Bonner Betrieb startete als K&L-Unternehmen. Mit der Schadensteuerung kamen das Wachstum und die konsequente Ausrichtung auf funktionierende Prozesse. Diese Erfahrungen übertrug Unternehmer Dirk Vögeli auf das Servicegeschäft – zum Wohl der Kunden. Das überzeugte auch die Jury des Deutschen Werkstattpreises.

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Die Prozesse bei IRS Vögeli in Bonn sind beeindruckend.
Die Prozesse bei IRS Vögeli in Bonn sind beeindruckend.
(Bild: Wenz)

Schon auf den ersten Blick erkennt man bei der Bonner Werkstatt IRS Vögeli deutliche Unterschiede zu üblichen freien Werkstätten. Da ist zum einen die starke Fokussierung auf das Unfallschadengeschäft und zum anderen die beeindruckende Größe des Betriebs.

Dirk Vögeli hat das Unternehmen 1998 übernommen – sein Vater und Gründer des Unternehmens musste gesundheitlich kürzertreten. Dabei hatte Dirk Vögeli für sich eigentlich einen anderen Lebensweg ins Auge gefasst. Den Rest seines Lebens in einem kleinen K&L-Betrieb zu verbringen, entsprach nicht seinen Vorstellungen.

Deshalb fasste er schon damals einen Entschluss: Das Unternehmen sollte wachsen. Vögeli wollte, dass es die Nummer eins in der Unfallinstandsetzung im Bonner Raum wird. Aber das allein reichte ihm noch nicht: Vögeli investierte und erweiterte seine Geschäftsbereiche um das Servicegeschäft sowie als Tesla Body Shop.

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Insbesondere die E-Mobilität hat es dem Unternehmer angetan. Deshalb engagiert er sich in der Ausbildung der Facharbeiter mit dem Programm „Young Talents“. „Es darf heute keine sture Ausbildung auf Fahrzeuge mit Verbrennermotoren geben“, erklärt Vögeli. Junge Menschen müssten vernünftig auf die E-Mobilität vorbereitet werden.

Als er als Geschäftsführer an die Stelle seines Vaters trat, hatte das Unternehmen 12 Mitarbeiter – heute sind es 60. Der nächste Schritt sollte die Erweiterung um weitere Standorte sein, um den Erhalt des Unternehmens langfristig zu sichern. Jedoch ergab sich für Vögeli eine andere Möglichkeit: Der Schweizer Investor IRS (Intelligence Repair Solutions) machte ihm ein Kaufangebot. „Im Verbund mit derzeit 30 weiteren K&L-Unternehmen sind wir sehr gut aufgehoben und können unsere Kunden auch künftig gut und zuvorkommend bedienen“, sagt Vögeli.

Preisverleihung am Vorabend der Fachtagung für Freie Werkstätten

IRS Vögeli ist einer der Bewerber um den deutschen Werkstattpreis, die wichtigste unabhängige Auszeichnung für freie Werkstätten in Deutschland. Die Jury, die aus Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb«, der Automechanika Frankfurt, Continental und der GTÜ besteht, hat bereits entschieden, dass Vögeli in die Top Ten 2021 kommt. Auf welchem Platz der Betrieb endgültig landet, wird erst bei der Preisverleihung am 8. Oktober 2021 bekannt gegeben. Dieses feierliche Event findet am Vorabend der Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe statt. Für Besucher der Fachtagung ist die Teilnahme an der Preisverleihung übrigens kostenlos. Weitere Informationen zur Fachtagung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier!

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Über den Autor

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Chefredakteur, Redaktion »Fahrzeug+Karosserie«