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Volkswagen Group Retail will Berliner Autohaus Möbus übernehmen

Autor: Christoph Seyerlein

Metropolen scheinen für Volkswagen-Partner weiter ein heißes Pflaster zu sein. Nachdem die Retail-Sparte des Konzerns in diesem Jahr bereits die Hauptstandorte der insolventen Hamburger Groß-Gruppe Auto Wichert übernommen hatte, will sie nun auch in Berlin einen Händler aufkaufen.

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Volkswagen Group Retail hatte zuletzt große Teile des insolventen Hamburger Händlers Auto Wichert übernommen.
Volkswagen Group Retail hatte zuletzt große Teile des insolventen Hamburger Händlers Auto Wichert übernommen.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der nächste Volkswagen-Händler in einer deutschen Metropole steht vor der Übernahme durch Volkswagen Group Retail Deutschland (VGRD). Beim Bundeskartellamt läuft derzeit eine Überprüfung, ob Volkswagens Retail-Sparte das Berliner Autohaus Möbus und die dazugehörige Autozentrum Möbus Gmbh kaufen darf.

Das Unternehmen ist in Pankow im Ortsteil Weißensee an der Hansastraße mit den Marken Audi, VW, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge aktiv. Laut Bundesanzeiger erwirtschaftete die Firma im Jahr 2018 einen Umsatz von gut 100 Millionen Euro. Ohne Auszubildende beschäftigte Möbus demnach zu jenem Zeitpunkt 290 Mitarbeiter. Zu den Hintergründen, warum Geschäftsführer Steffen Möbus, der das Autohaus in zweiter Generation führt, die Betriebe verkaufen will, gibt es bislang keine Informationen.

Sollte das Bundeskartellamt die Übernahme genehmigen, dürfte das nicht lange die einzige Veränderung im Berliner VW-Handel bleiben. Im Mai hatte das Autohaus am Bahnhof Teltow Insolvenz angemeldet. Wie es mit jenem Unternehmen weitergeht, ist bislang noch nicht bekannt.

Auch in Hamburg hat VGRD zugekauft

Für Volkswagen Group Retail Deutschland wäre es im laufenden Jahr die zweite Übernahme eines größeren Händlers in einer deutschen Großstadt. Anfang des Jahres hatte der Konzern bereits angekündigt, die Hauptstandorte der insolventen Hamburger Groß-Gruppe Auto Wichert aufkaufen zu wollen. Seit Anfang Juli ist der Deal nun auch in trockenen Tüchern.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«