Volvo entwickelt Bus für 300 Fahrgäste

Autor / Redakteur: sp-x / Jens Rehberg

Für den Einsatz in den Megastädten Südamerikas baut eine brasilianische Volvo-Tochter gerade den Prototypen eines 30 Meter langen, vierachsigen Doppelgelenkbusses. Kommt der „Gran Artic 300“, wäre er der wohl längste Serienbus der Welt.

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Größere Busse für einen effizienteren Personennahverkehr.
Größere Busse für einen effizienteren Personennahverkehr.
(Bild: Volvo)

In Mega-Städten wie Sao Paolo muss der öffentliche Nahverkehr tagtäglich sehr große Menschenmassen bewegen. Um dessen Effizienz zu steigern, will Volvo künftig mit dem Gran Artic 300 den nach eigenen Angaben längsten Omnibus der Welt einsetzen. Das 30-Meter-Ungetüm soll bis zu 300 Fahrgäste aufnehmen können.

Zum Einsatz kommt der mächtige vierachsige Doppelgelenkbus auf sogenannten Bus-Rapid-Transit-Strecken (BRT), wie sie in vielen Großstädten Südamerikas üblich sind. Diese für andere Verkehrsteilnehmer gesperrten, speziellen Busbahnen sind eine kostengünstige Alternative zum schienenbasierten Nahverkehr. Eine Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit solcher BRT-Strecken zu erhöhen, bietet der Einsatz größerer Busse. Der nun von der brasilianischen Volvo-Tochter entwickelte Gran Artic 300 würde hier eine neue Marke setzen. Allerdings wurde bislang nur das Chassis eines Prototypen gebaut. Eine Computer-Retusche zeigt, wie das Ungetüm mit Aufbauten aussehen wird.

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Im deutschen Nahverkehr kommen Doppelgelenkbusse nur sehr selten zum Einsatz. Unter anderem in Hamburg und Aachen sind rund 25 Meter lange Exemplare des holländischen Herstellers Van Hool mit Platz für fast 200 Fahrgäste unterwegs. Der Karosseriehersteller Göppel hat 2012 einen sogar 30,5 Meter langen Doppelgelenkbus vorgestellt, bei dem es sich allerdings um einen Versuchsträger handelt.

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