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VW ID 3: „Es geht nur noch um die Feinabstimmung“

Autor: Christoph Seyerlein

Kommunikationsoffensive aus Wolfsburg: Kurz nach Konzernchef Herbert Diess berichtet auch VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann von Fortschritten beim ID 3. Eine entscheidende Frage lässt er aber offen.

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Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann will, dass der ID 3 vom Start weg Volkswagen-Standards genügt.
Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann will, dass der ID 3 vom Start weg Volkswagen-Standards genügt.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen geht rund um den ID 3 zunehmend in die Offensive. Nachdem sich jüngst bereits Konzernchef Herbert Diess „sehr glücklich“ mit den Fortschritten des Elektroautos gezeigt hatte, legte nun VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann nach. In einem Video, das er beim Karrierenetzwerk Linkedin hochlud, ging der Manager direkt auf die Berichte ein, Volkswagen habe schwere Probleme mit der Fahrzeugsoftware.

„Viele stellen sich die Frage: Was ist mit der Software? Die Wahrheit ist: Alle verfügbaren Funktionen sind bereits im Auto enthalten. Es geht jetzt nur noch um die letzte Feinabstimmung“, sagte Stackmann.

„Die erste Erfahrung, die Kunden mit dem ID 3 machen, sollte fantastisch sein.“ Über Software-Updates werde das Fahrzeug im Laufe seines Lebenszyklus immer besser werden. „Aber unser erster Wurf muss bereits den Volkswagen-Standard erfüllen. Das darf nicht wie bei einem Startup sein.“

Auslieferungsstart weiter nicht genau benannt

VW werde nun noch ein paar Wochen benötigen, um dem ID 3 den letzten Software-Feinschliff zu verpassen, kündigte Stackmann an. Er sei sich sicher, dass das Auto viele Kunden in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 glücklich machen werde. Mit den Auslieferungen will der Hersteller im Sommer beginnen. An dem Zeitplan halten die Wolfsburg trotz der jüngsten Produktionsunterbrechungen infolge der Corona-Pandemie fest. Er sei sehr froh, dass die Produktion nun wieder an Fahrt aufnehme. In der Wiederanlaufphase sollen in Zwickau zunächst rund 50 Einheiten des Elektroautos pro Tag vom Band laufen. Vor der Krise waren es etwa dreimal so viele gewesen.

Ein konkretes Datum, wann das Auto auf die Straße kommt, nannte der Vertriebsvorstand erneut nicht. Dafür geriet Stackmann in seinem Video nach einer Woche mit dem ID 3 regelrecht ins Schwärmen. Es mache großen Spaß, ihn zu fahren. Man habe eine hohe Sitzposition. Der kleine Wendekreis sei fantastisch, wie bei einem Up. Das Auto sei sehr agil und das Platzangebot riesig. Auch die Reichweite habe ihn absolut überzeugt, so Stackmann. Während seines einwöchigen Tests habe er nicht einmal nachladen müssen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«