VW: Justiz ermittelt wegen ausgelieferter Vorserienautos

Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt

| Autor: dpa

(Bild: VW)

Die Affäre um verkaufte und mittlerweile zurückgerufene Vorserienfahrzeuge von Volkswagen beschäftigt die Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt aufgrund eines Anfangsverdachts auf Betrug, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Donnerstag.

Ende vergangenen Jahres hatte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mitgeteilt, dass VW rund 4.000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurückrufe. Die Aktion werde überwacht, da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, hieß es damals aus der Flensburger Behörde.

Rückruf: VW hat Vorserienmodelle undokumentiert verkauft

Rückruf: VW hat Vorserienmodelle undokumentiert verkauft

07.12.18 - Einige tausend VW-Fahrer erhalten derzeit Rückkaufangebote des Herstellers. VW hatte jahrelang Vorserienmodelle und Fahrzeuge mit Prototypenteilen verkauft, ohne die Unterschiede zum Serienzustand zu dokumentieren. Das KBA ordnete einen Rückruf an. lesen

„Wir sind informiert, dass sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit den Sachverhalten befasst“, sagte ein VW-Sprecher. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ (Donnerstag) über das neue Verfahren berichtet.

Fälle stammen aus den Jahren 2006 bis 2018

Früheren Unternehmensangaben zufolge handelt es sich zumeist um Vorserienfahrzeuge, die zu Testzwecken gebaut werden. Zur Begründung des Rückrufs hatte ein VW-Sprecher im Dezember gesagt: „Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist.“

Eine interne Überprüfung habe ergeben, dass zwischen 2006 und 2018 weltweit etwa 6.700 Fahrzeuge in einem Bauzustand vermarktet worden sein könnten, der nicht dem serienmäßigen Bauzustand entspreche.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46071328 / Recht)

Plus-Fachartikel

Verkauf E-Transporter: „Der Einstieg in die E-
Mobilität will geplant sein“

Verkauf E-Transporter: „Der Einstieg in die E- Mobilität will geplant sein“

Matthias Willy, Verkaufsleiter Transporter und Vans des Niederlassungsverbunds Württemberg bei der Daimler AG, resümiert die Erfahrungen aus dem ersten Verkaufsjahr des Elektrotransporters Mercedes-Benz E-Vito. lesen

Leichte Nutzfahrzeuge: Mit Volldampf voraus

Leichte Nutzfahrzeuge: Mit Volldampf voraus

Die Nachfrage nach Transportern ist hoch: Für das laufende Jahr erwarten nahezu alle Hersteller weiter wachsende Absatzzahlen. Die E-Mobilität spielt auch in diesem Segment eine immer wichtigere Rolle. lesen