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VW: Keine Verlängerung der E-Golf-Produktion

Autor: Christoph Seyerlein

Medienberichten zufolge verlängert Volkswagen die Produktion des E-Golf. Einerseits, um die CO2-Ziele in Europa erfüllen zu können, andererseits, um Probleme rund um den ID 3 zu kaschieren. Auf Nachfrage hat der Hersteller nun dazu Stellung bezogen.

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Der VW E-Golf erfreut sich trotz seines Alters einer stabilen Nachfrage.
Der VW E-Golf erfreut sich trotz seines Alters einer stabilen Nachfrage.
(Bild: VW)

Verwirrung um den VW E-Golf: In einem Video zeigte der E-Auto-Verleiher Nextmove einen Ausschnitt aus einem VW-internen Dokument, wonach die Produktion des Elektroautos noch bis in die Kalenderwoche 45 (2. bis 8. November) 2020 weiterlaufen soll. Kunden sollen das Auto noch bis zum 2. Oktober 2020 bestellen können.

Das Online-Portal Golem nahm jene Information zum Anlass für die Schlagzeile „Volkswagen verlängert die Produktion des E-Golfs“. Einige andere Medien zogen nach und verbreiteten ähnlich lautende Informationen. Weitere Thesen in den Berichten: Volkswagen brauche den E-Golf länger als geplant, um die CO2-Ziele in der EU erfüllen zu können und die Probleme rund um den ID 3 zu kaschieren. Golem zufolge hätte die Produktion des E-Golf im Sommer auslaufen sollen, um dem ID 3 die Bühne dann komplett zu überlassen.

Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« teilte eine Volkswagen-Sprecherin dazu mit: „Es war nie die Rede davon, dass die Produktion des E-Golf im Sommer endet. Abgesehen davon, dass aktuell die Nachfrage sehr hoch ist, hatten wir einen von vornherein mit einen Produktionszeitraum bis Jahresende geplant. Schon alleine deshalb, da wir den E-Golf für den US-Markt brauchen, bis dort 2021 der ID 4 kommt. Die USA bekommen ja keinen ID 3.“

E-Golf zählt zu den beliebtesten E-Autos

Tatsächlich zählt der E-Golf, obwohl er schon seit Februar 2017 in seiner jetzigen Form erhältlich ist, derzeit zu den gefragtesten Elektroautos in Deutschland. Im März entfielen beispielsweise beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit 822 die drittmeisten Anträge für den sogenannten Umweltbonus auf das Modell der Wolfsburger. Lediglich Tesla Model 3 (1.490 Anträge) und Renault Zoe (1.418) waren noch beliebter.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«